Michaelsbergschule

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Hinweistafel vor Ort

Das im Jugendstil erbaute Schulgebäude in der Untergrombacher Schulstraße wird im Volksmund auch als Michaelsbergschule bezeichnet und beherbergte noch bis zum Neubau der Schule in der Joß-Fritz-Straße die Grundschule. Seit dem Beginn des Schuljahres 2011/12 findet hier kein Unterricht mehr statt.

Geschichte

In der Geschichte der Untergrombacher Schulen ist das Gebäude das siebte. Das 1875 erbaute sechste Schulhaus hatte vier Schulräume und wurde schon wenige Jahre nach Einweihung als zu klein empfunden. Als 1905 ein fünfter Leher in Untergrombach mangels Platz nicht eingestellt werden konnte, sollte das Gebäude zunächst erweitert werden. Die Pläne wurden jedoch von der Kreisschulvisitation abgelehnt, so dass nur noch ein Neubau in Frage kam.

Mit einem Darlehen über 60.000 Mark wurde der Bau finanziert. Am 7. November 1907 war der Rohbau vollendet, der Innenausbau dauerte noch rund 11 Monate. Am 15. Oktober 1908 zog man feierlich in das neue Gebäude um. Acht Klassenräume sollten nach Ansicht der Behörden für die nächsten 150 Jahre ausreichen.

Drei Jahre später wurde wieder gebaut: Für den neu eingeführten Haushalts-und Kochunterricht wurde eine neue Waschküche für 21.000 Mark gebaut. Hinzugekauft wurde noch das Gebäude des ehemaligen katholischen Kindergartens.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war das Gebäude abermals zu klein. So wurde das Gebäude für vier Klassenräume aufgestockt. Dennoch konnte nur das gesetzliche Mindestmaß an Unterricht durchgeführt werden. Wünsche, zusätzliche Angebote bereitzustellen, konnten mit zwei neuen Lehrkräften aber nur bedingt erfüllt werden.

Denn als in den 1960er Jahren die Volksschule aufgelöst und in Grund-und Hauptschule getrennt wurde, kamen plötzlich die Schüler aus Büchenau, wo keine Hauptschule eingerichtet wurde, hinzu. Zunächst mussten die Untergrömacher Hauptschüler in den Nachbarort fahren, bis 1969 die Joß-Fritz-Schule fertiggestellt worden war. Den Plan, den jetzt Michaelsbergschule genannte alten Bau zu erweitern, verfolgte man nach anfänglicher Begeisterung für diese Idee nicht weiter.

Aber auch durch den Neubau waren die Platzprobleme nicht gelöst. Es etablierte sich, dass der Neubau ausschließlich die Hauptschule aufnahm. Für die Grundschule wurden nun auch die Kellerräume als Unterrichtsraum umfunktioniert. Als auch das nicht mehr reichte, wurden Räume in der sechsten Schule genutzt.

Als Anfang 2006 klar war, dass beide Gebäude einer grundlegenden Sanierung bedürfen, entschied man sich schlussendlich die Joß-Fritz-Schule abzureßen und im Neubau auch die Grundschule unterzubringen. Mit der Einweihung des Neubaus 2011 endete nach über 100 Jahren die Nutzung des Gebäudes als Schule.

Renovierungen fanden in den 1970er Jahren und 2016 statt. In letzterer, durchgeführt von Udo Lindenfelser und Reinhard Wolf, wurden Veränderungen der vorangegangenen Renovierung teilwiese wieder zurückgenommen. Seither wird das Gebäude als Kita, Musikschule und Verwaltungsstelle genutzt. 2019 erfolgte die Prämierung mit dem Prädikat "baukultur kraichgau".

Aktivitäten

Hier finden auch Vernissagen wie zum Beispiel der Kunstsommer statt.

Bilder

Adresse

Michaelsbergschule
Schulstraße 3
76646 Bruchsal

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