Kopfweide

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Kopfweiden bei Rheinhausen
Kopfweide im Winter, an der Pfinz bei Hagsfeld

Eine Kopfweide ist eine Weide, deren Stamm in einer Höhe von etwa zwei Metern abgesägt wurde. An der Schnittfläche treibt der Baum dann neue Triebe aus.

Arten

Als Arten nimmt man meistens die Silberweide oder die Korbweide.

Name

Der Name kommt von der Verdickung am obersten Abschnitt des Stammes, die sich im Laufe der Zeit bildet.

Wirtschaftliche Nutzung

Seit mehr als 5000 Jahren nutzt der Mensch die Weide. Die Vielfalt der Nutzungen reicht über die Verfütterung von Weidenlaubheu, über die Verwendung der Ruten für Körbe, Zäune und Dammbauten oder zum Anbinden von Reben bis hin zur Verfeuerung als Brennholz. Aber auch Schnitzwaren wie Holzschuhe, Flöten und Geschirr wurden hergestellt. Aus den Blättern und der Rinde ließen sich Arzneien gewinnen. Auch für die Gerberlohe und für Zeichenkohle und Schießpulver wurden Weiden verwendet.

Heute werden die Kopfweiden kaum noch wirtschaftlich genutzt, da sie durch andere industrielle Produkte ersetzt wurden.

Ökologische Bedeutung

Teilweise werden alte Kopfweidenbestände heute noch gepflegt, weil sie Lebensraum für zahlreiche Tierarten darstellen, z.B. auch die in ihrem Bestand bedrohten Fledermäuse und Eulen.

Kopfweidenbestände im Stadt- und Landkreis Karlsruhe

Literatur

  • Bettina Braun, Werner Konold: Kopfweiden. Kulturgeschichte und Bedeutung der Kopfweiden in Süddeutschland. Verlag Regionalkultur. Karlsruhe 1998, ISBN 3-929366-30-4

Weblinks