Joseph Aloys Schmittbaur

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Joseph Aloys Schmittbaur (* 8. November 1718 in Bamberg; † 24. Oktober 1809 in Karlsruhe) war Komponist, Hofkapellmeister, Instrumentenbauer und Pädagoge.

Leben und Wirken

Seinen ersten musikalischen Kontakt hatte Joseph Aloys Schmittbaur beim Würzburger Hoforgelbauer Johann Philipp Seuffert. Anschließend machte er in Stuttgart eine musikalische Ausbildung. Im Jahr 1753 kam er als Cembalist nach Rastatt in die dortige Hofkapelle der Markgrafen von Baden-Baden.

Mit dem Ableben von August Georg Simpert von Baden und der Übernahme der Kapelle durch den Karlsruher Hof, kam er 1772 als Kapellmeister nach Karlsruhe. Doch mit dieser Stelle war er nicht zufrieden, einerseits verdiente er wenig um seine sieben Kinder zu ernähren, zum Anderen waren seine angestrebten Reformen noch nicht durchsetzbar. Daher wechselte er 1775 als Domkapellmeister nach Köln, kam aber nach zwei Jahren, nachdem die Stelle des Hofkapellmeisters 1777 frei wurde, wieder nach Karlsruhe zurück und hatte den Posten bis 1804 inne.

Bis ins hohe Alter war er auch als Komponist, Lehrer und Orgelbaugutachter landesweit tätig. Er unterrichtete auch die bekannte Glasharmonikaspielerin Marianne Kirchgessner.

Werke

  • „Die Ureltern im ersten Gewitter“ (Libretto: Carl Ludwig Friedrich Drais von Sauerbronn, der Vater des Erfinders der Draisine), kleine Kantate für zwei Solostimmen, Chor und Orchester. Die Uraufführung fand am 20. Oktober 1780 bei Hofe statt.
  • „Schuss von Gänsewitz“ oder „Betrug aus Liebe“ , Oper. Uraufführung am 03.01.1787 unter der Leitung des Komponisten, im „Comoedienhaus“ am Linkenheimer Tor .

Zu seinen Kompositionen gehören auch eine Messe, mehrere Quartette und Flötenquartette.

Ausstellung

Vom 16. Dezember 2009 bis 24. April 2010 wurde in der Badischen Landesbibliothek die Ausstellung „Sohn der Harmonie! – Ausstellung aus Anlass des 200. Todestages von Joseph Aloys Schmittbaur (1718-1809), Hofkapellmeister der Markgrafen von Baden“ gezeigt, in Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.[1]

Weblinks

Fußnoten

  1. Website der BLB zur Ausstellung