Gefallenendenkmal Unteröwisheim

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Front, im Frühjahr

Das Gefallenendenkmal Unteröwisheim ist ein Denkmal in Kraichtal. Es ist die Gedenkstätte des Ortes Unteröwisheim für die Toten – Soldaten (Gefallene und Vermisste) sowie Zivilisten (es sind auch Frauen aufgeführt) – des Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945), wobei auch nach Kriegsende Umgekommene einbezogen sind (–> vgl. auf der rechten Tafel linke Spalte unten Jahreszahlen 1948 und 1953).

Da auch der im Krieg getöteten Zivilisten gedacht wird, ist es mehr als "nur" ein reines Gefallenendenkmal.

Oben auf dem Denkmal aufgesetzt befindet sich ein steinernes Kreuz in Form des Eisernen Kreuzes und darin dunkel hervorgehoben die Jahreszahlen 1939 und 1945 (= sie stehen für den Zweiten Weltkrieg) sowie, im unteren Kreuzarm, Eichenlaub.

Das vom Unteröwisheimer Steinmetz Richard Metzger aus grauem Granit gefertigte Denkmal wurde am 17. Juni 1955 eingeweiht. 2006 nahmen die Mitglieder des Konfirmandenjahrganges 1941/42 eine grundlegende Reinigung des von der Witterung und dem Straßenverlkehr stark verschmutzen Denkmales vor.

Inschriften

im Herbst

Von gleicher Art wie die Jahreszahlen im Kreuz auf dem Denkmal verläuft unter dem Kreuz am oberen Rand des Denkmals über die gesamte Breite desselben in serifenlosen lateinischen Großbuchstaben die Widmung:

ZUM GEDENKEN UNSERER TOTEN

Darunter drei gleich große dunkle Platten auf deren jeder auf drei jeweils gleich breite und etwa gleich lange Spalten verteilt als weiße Inschriften die Namen von Opfern des Krieges. Die Nennung erfolgt mit Zu- und Vornamen in chronologischer Reihenfolge nach Jahren, links oben beginnend mit dem Kriegsjahr 1940. Danach folgen die Vermissten, ebenfalls mit Zu- und Vornamen, in alphabetischer Reihenfolge ihres Familiennamens.

Auf der mittleren Platte unten, unterhalb der Namensliste, von gleicher weißer Schrift wie die Namen jedoch von größerer Schrifthöhe, und über die gesamte Breite der drei Spalten mit Namen, der Hinweis

Gewidmet von der Gemeinde Unteröwisheim

Im Einzelnen:

  • linke Tafel: Gefallene der Jahre 1940 bis 1943
drei Spalten zu je 24 Zeilen
linke Spalte: Kriegsjahre 1940 (2 Personen) und 1941 (20 Personen)
mittlere Spalte: Kriegsjahr 1941 (Fortsetzung, 6 Namen) und 1942 (17 Namen)
rechte Spalte: Kriegsjahr 1943 (24 Personen)
Ingesamt werden somit auf der linken Tafel 69 Tote genannt.
  • mittlere Tafel: Gefallene und getötete Zivilisten der Jahre 1944 und 1945
drei Spalten zu je 21 Zeilen und darunter nach zwei Leerzeilen über die gesamte Breite die oben genannte Inschrift „Gewidmet von ...“
linke Spalte: Kriegsjahr 1944 (20 Personen)
mittlere Spalte: Fortsetzung 1944 (16), Kriegsjahr 1945 (4)
rechte Spalte: Fortsetzung 1945 (21)
Ingesamt werden somit auf der mittleren Tafel 61 Tote genannt.
  • rechte Tafel: Kriegstote des Jahres 1945 (Fortsetzung), Tote der Jahre 1948 und ’53 sowie Vermisste
drei Spalten: die beiden ersten (linke und mittlere) zu je 24 Zeilen; die rechte und letzte 22 hat Zeilen
linke Spalte: Fortsetzung 1945 (16), 1948 (einer), 1953 (einer), Vermisste: 3
mittlere Spalte: 24 Vermisste
rechte Spalte: 22 Vermisste
Ingesamt werden somit auf der rechten Tafel 18 Tote und 49 Vermisste – zusammen 67 Personen – aufgeführt.

Somit kamen aus Unteröwisheim

das sind zusammen 146 Kriegsopfer. Hinzu kommen die beiden Toten (der Jahre 1948 und 1953) nach Kriegsende (ob es sich bei ihnen um in der Kriegsgefangenschaft Umgekommene oder an Kriegsfolgen / Kriegsverletzungen Gestorbene handelte wird nicht erwähnt) und die 49 Vermissten.

Insgesamt wird auf dem Denkmal 197 Personen namentlich gedacht.

Lage

Standort vor der Kirche (hinten rechts; vorne links das Kriegerdenkmal)

Das Denkmal steht rechts vor der Evangelischen Kirche (Links vor der Kirche steht das örtliche Kriegerdenkmal für 1870/’71).

Dieser Ort im Stadtplan:

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