Günther Rüssel

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Günther Rüssel, 2004

Günther Rüssel (* 10. Juli 1932; † 20. August 2010) war ein Karlsruher Politiker.

Leben und Wirken

Günther Rüssel hatte den Beruf des Kaufmanns gelernt bei einer Baumaschinen-, Baugeräte- und Baueisenwaren-Großhandlung. Im August 1957 trat er in die Firma Karl Kayser (Vorgänger des Elektro-Großhandelshaus Günther Rüssel GmbH) ein, ab 1. Mai 1959 übernam er das Unternehmen als Geschäftsführer[1].

Seit 1947 war er Mitglied beim Fußballverein Karlsruher FV, dort spielte er in den Jugendmannschaften und war Spielführer. Auch in der Verwaltung des Vereins engagierte er sich, durch sein Engagement konnte u. a. das KFV-Clubhaus gebaut werden.

1951 trat er in die Junge Union bzw. CDU ein. Zwischen 1953 und 1959 war er Schatzmeister der Jungen Union Karlsruhe, danach bis 1967 Schatzmeister der CDU Karlsruhe. Seit dem 1. Dezember 1965 saß er im Karlsruher Gemeinderat. 1967 wurde er zum Parteivorsitzenden gewählt, dieses Amt trug er 14 Jahre. 24 Jahre lang leitete er die CDU-Fraktion. 1977 wurde er vom Kreisparteitag der CDU als Kreisvorsitzender wiedergewählt.

Bei der Gemeinderatswahl Karlsruhe 2004 bekam er 44.756 Stimmen. 2005 wurde er für 40 Jahre Gemeinderatszugehörigkeit geehrt. 2006 schied er aus dem Gemeinderat aus. In diesem Jahr wurde bekannt, dass es Unregelmäßigkeiten beim Familienheim Karlsruhe eG betreffend seiner Person gegeben haben soll; dort trat er als Aufsichtsratsvorsitzender am 5. Juli 2006 zurück. Es kam aber zu keiner Verhandlung, da Rüssel als nicht vernehmungsfähig galt.

1963 gründete er den „Altenclub Fidelitas“, 1975 rief er den Karlsruher Bürgerball ins Leben. Er setzte sich sehr für die Gehörlosen ein, beim Bau ihres Gehörlosenzentrums war er treibende Kraft. In weiteren Vereinen war er engagiert, so im Verkehrsverein Karlsruhe sowie im Haus der Heimat e. V.

Rüssels Grab auf dem Rüppurrer Friedhof

Er starb 78-jährig nach schwerer Krankheit. Die Trauerfeier fand am Samstag, 28. August 2010 auf dem Friedhof Rüppurr statt.

Ehrungen (Auswahl)

Fußnoten

  1. „250 Jahre Karlsruhe – Wirtschafts- und Wissenschaftszentrum am Oberrhein“ (Juni 1965), Herausgeber: Verlag Information + Werbung, Mannheim (Seite 217)