Evangelisches Altenzentrum Bruchsal

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Das Altenzentrum vom Bergfried gesehen
Blick von der Andreasstaffel auf den Dachgarten

Das Evangelische Altenzentrum Bruchsal ist ein Senioren-Zentrum in Bruchsal.

Angeboten wird Betreutes Wohnen, Stationäres Wohnen und Pflege, sowie eine Begegnungsstätte.

Geschichte

Das evangelische Altenzentrum geht zurück auf die am 1.März 1809 gegründete Armenversorgungsanstalt, die zunächst in einem großen Saal der fürstbischöflichen Kaserne untergebracht wurde und 1812 ins aufgelöste Kapuzinerkloster umzog. Im Dezember 1868 übernahmen die Schwestern der Kongregation vom Allerheiligsten Heiland (Niederbronner Schwestern) die Betreuung des Heimes.

1880 wurde das Kloster abgerissen um einem Neubau des „Städtischen Pfründner-und Armenhauses“ Platz zu schaffen, dem bis 1916 ein landwirtschaftlicher Betrieb zur Eigenversorgung angehörte. Dieser Bau wurde am 1.März 1945 vollständig zerstört.

Im November 1949 wurde an selber Stelle ein Neubau unter der offiziellen Bezeichnung „Versorgungsheim“ eröffnet, welcher schon früh als den Anforderungen nicht entsprechend empfunden wurde. Da die Stadt keine Geldmittel für einen den Bedürfnissen entsprechenden Bau aufbringen konnte, suchte sie nach einem freien Bauträger. Die evangelische Kirchengemeinde erklärte sich hierfür bereit und gründete 1971 den „Verein Evangelische Altenhilfe Bruchsal“, der die Planungen und den Bau koordinierte. Die Gebäude wurden in Abschnitten gebaut.

Das erste Bauabschnitt war das „Dietrich-Bonhoeffer-Haus“. Es wurde zwischen April 1974 und Februar 1977 als Pflege- und Altenheime gebaut und am 1. März 1977 eröffnet. Der zweite Bauabschnitt, das „Luise-Rinser-Haus“, ist als Seniorenwohnheim von Mai 1977 bis Juli 1979 gebaut worden. Die Gesamtkosten der Gebäude betrugen 31 Mill. DM.

Mit Fertigstellung dieses Bauabschnittes endete die Tätigkeit der Niederbronner Schwestern.

Mit dem Abriss der Brauerei Denner in der Huttenstraße 43a-45 konnten 2004 die Arbeiten an dem „Matthias-Claudius-Haus“ und später auch am „Franziskus-Haus“ erfolgen. Auf dem „Franziskus-Haus“ wurde ein Dachgarten eingerichtet und der Zugang von der Huttenstraße zur Andreasstaffel neu gestaltet. Die Häuser sind 2006 eröffnet worden.

Wegen geänderter gesetzlicher Vorgaben wurde das „Luise-Rinser-Haus“ 2017 umgestaltet und sarniert. Die vom Architekturbüro Ines Grübel/Gerhard Laicht aus Karlsruhe vorgenommenen Maßnahmen wurden 2019 mit dem Präsikat "baukultur kraichgau" ausgezeichnet.

Adresse

Bushaltestelle Altenzentrum
Evangelisches Altenzentrum Bruchsal
Huttenstraße 47a
76646 Bruchsal
Telefon: (0 72 51) 97 49 - 0
Telefax: (0 72 51) 97 49 - 2 10

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Bus-Signet.png  nächste Bushaltestelle: Bruchsal Altenzentrum  (Buslinie 183)

Literatur

  • Sonja Zeh: „Ort der Barmherzigkeit. Vom Kapuzinerkloster zum christlich-diakonischen Altenzentrum in Bruchsal“. Mit Beitr. von Erich Reinig u.A. Hrsg.: Christian Waterkamp. Evangelisches Altenzentrum Bruchsal, Diakonieverein Bruchsal e.V. Ubstadt-Weiher: verlag regionalkultur, 2006 ISBN 978-3-89735-485-2
  • Seiten 46–47 in: „Heimatlexikon Bruchsal“, zusammengestellt von Robert Megerle. Ubstadt-Weiher: verlag regionalkultur, 1996. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Bruchsal, Band 13) ISBN 3-920366-40-1

Weblinks

Offizielle Webpräsenz „Evangelisches Altenzentrum Bruchsal“