Schlacht bei Malsch

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Als Folge der Französischen Revolution kam es zur Schlacht bei Malsch.

Verlauf

Im Februar 1796 war die rechtsrheinische Markgrafschaft Baden von befreundeten österreichischen Truppen besetzt, während die linksrheinischen Gebiete von französischen Truppen besetzt waren.

Kugeln aus der Schlacht bei Malsch

Im Juni 1796 setzten die französischen Truppen Truppen bei Kehl über den Rhein und eroberten unter General Moreau am 7. Juli die Stadt Rastatt.

Zur selben Zeit bezogen 13.000 Mann der kaiserlichen Truppen an der Alb, unter Befehl von Erzherzog Karl von Österreich, Stellung.

Am 9. Juli 1796 kam es dann zum Kampf.

Die österreichischen Truppen standen auf der Hardt zwischen Malsch und Waldprechtsweier, die französischen Truppen standen auf der Linie Bietigheim-Muggensturm-Waldprechtsweier. Ein blutiger Kampf entbrannte um die Ortschaft Malsch die mehrmals genommen und wieder verloren wurde. Als die österreichische Kavallerie eintraf, gab es eine Übermacht von 16 zu 12 Bataillone für die österreichischen Truppen, daraufhin zogen sich die Franzosen zurück.

Die genaue Anzahl der Gefallenen ist nicht bekannt, jedoch wurden noch drei Tage später gefallene Soldaten eingesammelt.

Der Erfolg der österreichischen Truppen war jedoch von kurzer Dauer, bald darauf kontrollierten die französischen Truppen die Rheinebene und die kaiserlichen Truppen mussten sich in den Schwarzwald zurückziehen.

Als direkte Folge schloss der Markgraf Karl Friedrich von Baden am 22. August 1796 einen Sonderfrieden mit Frankreich, der Frankreich ein Durchmarschrecht und hohe Kriegssteuern einbrachte.

Eintrag der Schlacht unter dem Standort Ettlingen am Arc de Triomphe in Paris

Literatur

  • Karte: Kausler, Franz Georg: Atlas der merkwürdigsten Schlachten, Treffen und Belagerungen der alten, mitleren und neuern Zeit. Karlsruhe und Freiburg, 1831ff. Karte Nr. 70 (Schlacht bey Malsch“).
  • Ernst, Lore: Die Geschichte des Dorfes Malsch. Malsch, 1954.
  • Burkart, Martin: Durmersheim, Die Geschichte des Dorfes 2002

Weblinks