Friedrichshöhe

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Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
Postkartenausschnitt
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Grafik von 1888

Das Restaurant Friedrichshöhe war ein beliebtes Ausflugslokal mit einer großen, verglasten Veranda neben der Bergstation der Turmbergbahn auf dem Turmberg in Durlach. Es brannte bei einem Fliegerangriff am 25. April 1944 aus. Sein Keller und die ehemalige Veranda dienen heute als Aussichtsplattform.

Geschichte

Kurz nachdem 1876 der Lammwirt Friedrich Beuttenmüller die Erlaubnis erhielt, in einer leichten Bretterhütte die aufsteigenden Besucher des Turmbergs zu bewirten und aus der sich später der Burghof entwickelte, erhielt auch ein Herr Schlaginweit dieselbe Genehmigung. Mit dem steigenden Ausflugsverkehr und dem Bau der Turmbergbahn entstand an Stelle der Hütte die Gastwirtschaft Friedrichshöhe. Es handelte sich um einen zweigeschossigen Bau in dessen Obergeschoß sich ein Tanzsaal befand. Auf Fotos ist zu erkennen, dass dem Gebäude seitlich ein Turm, vermutlich ein Aussichtsturm angegliedert war. Angrenzend an das Hauptgebäude befand sich eine unterkellerte Terrasse die später als Veranda überdacht und verglast wurde und Ausblick auf Durlach und die Rheinebene bot. Unterhalb der Veranda befand sich der „Rathskeller“ später „Burgkeller“ genannt, eine Lokalität für Vereins- und Familienfeiern.

Das Gebäude der Friedrichshöhe brannte bei einem Fliegerangriff am 24./25. April 1944 bis auf die Grundmauern nieder. Grund für den Angriff könnte eine Flakstellung gewesen sein, die sich auf dem Turmberggelände befand. Der Turm und die Terrasse samt Unterbau blieben aber erhalten. Bereits kurz nach Kriegsende wurde das Gelände von dem Burghofwirt Alfred Münzer wieder bewirtschaftet. Der Aussichtsturm blieb noch einige Jahre erhalten und ist z.B. auf einem Foto aus dem Jahr 1952 zu sehen, wurde dann aber irgendwann abgerissen. 2010 musste durch eine Notbaumaßnahme, in der Stützelemente in die ehemaligen Räumlichkeiten des Burgkellers unterhalb der Terrasse eingebracht wurden, die Standsicherheit der Aussichtsterrasse gesichert werden.

Für die Neugestaltung der Turmbergterrassen wurde 2014 die restliche alte Bausubstanz vollständig entfernt.

Bilder

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Literatur

  • Klaus E.R. Lindemann, Horst E. Rechenberger: „100 Jahre Turmbergbahn 1888-1988”, erschienen 1988 im Info Verlag

Weblinks