Eisenbahnbrücke Germersheim

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick vom rechten Rheinufer

Die Eisenbahnbrücke überbrückt beim Rheinkilometer 383,9 bei Germersheim den Rhein. Sie ist Teil der Bruhrainbahn.

Rheinbrücke von 1967

Die Brücke besteht aus 4 Teilen und hat eine Länge von 290 m. Vom rechten Ufer beginnend ein Teil mit 66 m bis zum Pfeiler. Dann das die Fahrrinne überspannende 136 m lange Hauptteil zum nächsten Pfeiler. Von hier wieder ein 66 m langes Teil auf das linke Ufer und dann ein 22 m langes Stück, das einen Weg überspannt. Die Brücke ist eine Stahlfachwerkkonstruktion mit zwei Gleisen und einem Laufweg.

Lage

Die Brücke liegt in Rheinland-Pfalz und bildet auf der rechten Rheinseite die Grenze mit Baden-Württemberg. Dieser Ort im Stadtplan:

Geschichte

1871 wurde zwischen Baden und Bayern ein Staatsvertrag über den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Germersheim geschlossen. Die Planung der Brücke zog sich bis 1874 und der Bau begann im April 1875. Die Brücke wurde zweigleisig geplant und gebaut, aber erst mal nur ein Gleis verlegt.

Die Rheinbrücke wurde Anfang 1877 fertiggestellt und am 15. Mai 1877 eingeweiht. Damit war die Eisenbahnstrecke Bruchsal – Germersheim geschlossen.

In den folgenden Jahren wurde, durch den steigenden Zugverkehr bedingt, die Brücke zweigleisig ausgeführt. 1927 und 1930 mußte die Brücke verstärkt werden, damit auch die immer schwerer werdenen Züge noch darüber fahren konnten.

In den zwei Weltkriegen hatte die Bruhrainbahn eine hohe militärische Bedeutung für die Transporte zur und von der Westfront.

1945 wurde die Sprengung der Brücke vorbereitet. Den anrückenen allierten Streitkräften sollte der Rheinübergang erschwert werden. Am 24. März 1945 wurde die Brücke gesprengt.

Die zerstörte Rheinbrücke blieb Jahre im Rhein liegen. Die Bundesbahn hatte kein Interesse mehr an einem Neubau.

1964 wurde dann aber doch der Neubau einer Brücke ausgeschrieben. 1965 begannen die Arbeiten mit der Räumung der restlichen Trümmer. Im September 1967 überquerte dann der erste Bauzug den Rhein.

Am 23 Oktober 1967 wurde die neue Rheinbrücke in einer Feierstunde dem Verkehr übergeben.

In den folgenden Jahre wurde die Brücke aber immer weniger genutzt und 1994 das südliche Gleis stillgelegt, aber nicht demontiert. Für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs wurde die Strecke von Graben-Neudorf bis Germersheim elektrifiziert. Die dafür notwendigen Arbeiten auf der Brücke sind im August 2011 abgeschlossen.

Weblinks