Oskar Fischer

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Oskar Fischer (* 4. August 1892 in Karlsruhe, † 3. Februar 1955 in Berlin) war ein Karlsruher Künstler und Werbegrafiker.

Leben und Wirken

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler besuchte er von 1909 bis 1912 die Kunstgewerbeschule, danach studierte er bis 1914 an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe.

Seit Ende 1914 arbeitete er als freischaffender Maler und Grafiker, von 1915 bis 1917 durch seinen Wehrdienst unterbrochen.

Anfang 1919 schloß er sich in Karlsruhe der Künstlergruppe Rih an, und nahm auch bis 1920 an deren Ausstellungen teil.

1921 übersiedelte er nach Berlin, wo er seine Arbeiten im Künstlerkreis um die Zeitschrift „Der Sturm” sowie im Rahmen der „Novembergruppe” zeigen konnte.

Ab 1923 stellte er aus wirtschaftlichen Gründen seine freie künstlerische Tätigkeit ein und arbeitete nur noch als Werbegrafiker und Ausstellungsgestalter, hauptsächlich als Buch- und Zeitschriftengestalter für kommunistische Verlage und Organisationen.

Nach 1933 wurde sein künstlerisches Werk wie das vieler anderer als „entartete Kunst” gebrandmarkt, er konnte jedoch als Werbegrafiker weiterarbeiten. Tätigkeit im Widerstand führte 1943 zu seiner Verhaftung, wegen Mangels an Beweisen wurde er jedoch 1944 wieder freigelassen.

Nach dem Krieg hatte Fischer in der „DDR“ für Zeitungen und in der Kunstverwaltung sowie für den Herderverlag gearbeitet.

Ausstellungen postum

Der Bezirksverband Karlsruhe e.V. des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) zeigte im Künstlerhaus vom 30.10. bis 25.11.07 in einer Ausstellung zum ersten Mal über 70 Bilder Fischers aus der Zeit bis 1923.