Nikolauskapelle

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nikolauskapelle, Vorderansicht
Schild

Die Nikolauskapelle grenzt an den Alten Friedhof Durlach. Heute finden dort Veranstaltungen aller Art statt, von Turnstunden bis Vorträgen.

Vermietung

Die Nikolauskapelle kann auch gemietet werden: Auskünfte dazu erteilt das Rathaus Durlach unter Telefon: (0721) 133-19 03.

Geschichte

Ab 1535 ist an der Stelle eine Kappelle belegt, um die herum Ende des 16. Jahrhunderts ein neuer Friedhof angelegt wurde. 1689 brannte das Haus ab. Notdürftig wieder aufgebaut fiel sie 1711 einem Sturm zum Opfer. Der erneute Aufbau scheiterte an der Finanzierung, eine Kollekte brachte nur 138 von 942 benötigten Gulden ein. Die Stadt gab noch 260 Gulden dazu, und nach viel Streitigkeiten zwischen Stadt und Kirche dürfte die Fertigstellung noch im 18. Jahrhundert gelegen haben. Gebaut wurde sie nach Plänen von Jakob Friedrich von Batzendorf, der einen Saalraum entwarf, dessen Dach ohne Stütze eine Spannweite von 14 Metern hat.

In den 1980ern wurde die Kapelle als Altentagesstätte genutzt. In diesem Zeitraum hatte das Haus den Spitznamen „Knochenhütte“.

Bis 2002 wurde das Gebäude nahe des Basler Tors saniert.

Grabplatten

Die Grabplatten, die seit 1954 an der Kapelle angebracht sind, bildeten bis 1949 den Bodenbelag der Kapelle. Von den ursprünglich 11 Steinen sind sieben angebracht, eine befindet sich im Pfinzgaumuseum und drei wurden zerstört. Die Gedenksteine mit Inschrift in lateinischer Sprache sollen sehr wahrscheinlich an die unehelichen Kinder von Karl Wilhelm von Baden-Durlach erinnern, die bereits in jungem Alter verstorben sind. Es ist geplant, die Grabplatten zu Schutz vor weiterem Vandalismus ins neue Lapidarium in den Schlossgarten Durlach zu bringen, allerdings scheiterte dies bisher noch am Denkmalschutz.

Bilder

Adresse

Basler-Tor-Straße 6
76227 Karlsruhe

Dieser Ort im Stadtplan:

Weblinks