Max T. Braun
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Max T. Braun (* 14. Januar 1994 in Stutensee) ist ein Karlsruher Stadtrat („Die PARTEI“) und Satiriker.
Leben
Max Braun wurde 1994 in Stutensee geboren und zog 1999 mit seiner Familie in die Karlsruher Nordstadt. Sein Abitur legte er 2014 an der Carlo-Schmid-Schule ab. 2016 studierte Braun an der PH Karlsruhe Deutsch und Politik. Mittlerweile lebt Braun in der Weststadt.
Politik
Braun trat 2013 in die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – kurz „Die PARTEI“ – ein.
2014 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei zur Karlsruher Kommunalwahl an. Dort erreichte er 6.361 Stimmen, was ihm letztendlich den Einzug in den Karlsruher Gemeinderat ermöglichte. Braun ist seitdem der zweitjüngste Stadtrat Karlsruhes aller Zeiten.
Im Gemeinderat schloss er sich mit zwei Stadträten der Karlsruher Liste sowie mit zwei Stadträten der Piratenpartei zur KULT-Fraktion zusammen, die die viertstärkste Kraft im Gemeinderat darstellte.
Seit dem Sommer 2015 ist Braun Mitglied im Vorstand des Kreisverbands der PARTEI in Karlsruhe. Von 2017 bis 2021 war er zudem Erster Vorsitzender des Kreisverbandes der PARTEI Karlsruhe.
Braun kandidierte im Wahlkreis 31 (Ettlingen) der Landtagswahlen in Baden-Württemberg als Direktkandidat und erreichte insgesamt 732 Stimmen, was einen Anteil von 1,06 % aller abgegebenen Stimmen ausmachte.
Besondere - vor allem virale - Aufmerksamkeit erreichte Braun mit seinem Plakat "Mehr Busen. Weniger Bach.", mit dem er auf den Waldbronner Ortsteil Busenbach im Wahlkreis Ettlingen anspielte. Er konnte folglich im Wahlkreis eine heftige Debatte über Sexismus auslösen, zu der sich auch Waldbronns damaliger Bürgermeister Franz Masino einschaltete.
Zur Bundestagswahl 2017 trat Braun als Listenplatz 4 für die baden-württembergische Landesliste der PARTEI an. Dort erhielt die PARTEI 43.883 Zweitstimmen, also 0,7%.
Bei der Karlsruher Kommunalwahl trat Braun erneut als Spitzenkandidat der PARTEI Karlsruhe an, die es erstmals in Karlsruhe schaffte, mit zwei Stadträten in den Gemeinderat einzuziehen. Mit 4,6% erzielte sie das bundesweit bisher beste Ergebnis der PARTEI bei einer Gemeinderatswahl in einer kreisfreien Stadt jemals. Braun selbst erreichte dabei 18.893 Stimmen, die mit ihm gewählte Kandidatin Rebecca Ansin erreichte 14.638 Stimmen. Gemeinsam mit zwei Stadträten der Karlsruher Liste bildeten sie im Gemeinderat die "Karlsruher Liste/Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative-Fraktion".
Braun ließ sich 2019 ebenfalls auf die Liste der PARTEI für die Europawahl wählen und trat für diese auf Listenplatz 89 an. Die PARTEI erreichte 2,4% und ergatterte damit zwei Sitze im Europäischen Parlament.
2021 kandidierte Braun auf Listenplatz 4 der baden-württembergischen Landesliste der PARTEI zur Bundestagswahl 2021 und erreichte dort ein Ergebnis von 0,9% aller abgegebenen Zweitstimmen.
2024 trat er zum dritten Mal in Folge als Spitzenkandidat seiner Partei zur Karlsruher Kommunalwahl an. Braun konnte hierbei 11.908 Stimmen auf sich vereinen, was ihm wiederum seine dritte Legislaturperiode als Stadtrat sicherte. Braun entschloss sich dazu, keine Fraktion mit einer anderen Gruppierung des Gemeinderats einzugehen und blieb damit als Einzelstadtrat ohne Fraktionszugehörigkeit.
Zur 2025 vorgezogenen Bundestagswahl trat Braun als baden-württembergischer Spitzenkandidat mit Listenplatz 1 der Landesliste der PARTEI an. Der Anteil der Stimmen für die PARTEI in Baden-Württemberg lag bei 0,4%.
Ehrenamt
Seit Januar 2010 engagiert sich Braun ehrenamtlich als Fußball-Schiedsrichter.
2013 wurde er einstimmig zum Vorsitzenden der Schiedsrichterabteilung des FV Fortuna Kirchfeld gewählt.