Karlsruher Rundschau

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Die Karlsruher Rundschau war eine links-alternative Wochenzeitung von Juni 1983 bis Ende Mai 1984. Sie überlebte nur ein knappes Jahr.

Geschichte

Bereits im Jahr 1949 gab es schonmal eine Zeitung mit dem Namen Karlsruher Rundschau.

Gründer der „neuen” Rundschau war Josef-Otto Freudenreich, Herausgeber der „Verein für Pressevielfalt“. Mit dabei waren unter anderen der Journalist Peter Turi als (Dauer-)Praktikant[1], Harald Hurst, Ursula Richardt (seit Mai 2000 Pressesprecherin des Badischen Landesmuseums) als Kommanditistin[2] und Andreas Hoidn-Borchers (2007 Berliner Büroleiter des „stern”). Weitere Redakteure waren Wolfgang Steinfeld, Michael Dietric und Jörg Brillen.

Die Alternativzeitschrift wurde nur etwa 5.000 mal pro Woche verkauft, was aber keine ausreichende Zahl von Lesern zum Überleben darstellte. Es gab zwar Anzeigen, z.B. von Tee- oder Fahrradläden, aber dieser Erlös reichte nicht aus. Am 2. Juni 1984 wurde die Zeitung eingestellt, das Defizit lag zuletzt bei 30.000 DM im Monat.[3]

Peter Turi zitiert daher gerne den Spruch „Alternativ geht meist schief“, den Michael Dietrich aufs Tapet brachte. Er ist heute (Stand: 2007) Redakteur bei Geo bzw. GeoSaison.

Fußnoten

  1. http://ka.stadtblog.de/article/1171/es-war-einmal-die-karlsruher-rundschau
  2. Ursula Richardts ka-news-Profil vom 4. September 2003
  3. Tagebuch der Fächerstadt 1984, Seite 223