Beiertheimer Feld

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Luftaufnahme vom Beiertheimer Feld mit den eingezeichneten ungefähren Grenzen
das Gebiet des Beiertheimer Feldes um 1850

Das Beiertheimer Feld ist ein Bereich, der ursprünglich im Nordwesten der Beiertheimer Gemarkung lag und aus Feldern und Gärten bestand.

Aktuelle Verwendung der Bezeichnung „Beiertheimer Feld“

Die Bezeichnung bezieht sich heute umgangssprachlich primär auf das Kleingartengebiet, welches sich nördlich der Günther-Klotz-Anlage bis zur Kriegsstraße erstreckt und nicht mehr auf die ursprüngliche Ausdehnung. In der Luftbildaufnahme oben rechts ist damit das „grüne Gebiet“ in der Bildmitte gemeint. Das Kleingartengebiet wird von Südwesten nach Osten vom Junker-und-Ruh-Weg durchquert.

Ursprüngliche Lage und Ausdehnung

Das Gebiet erstreckte sich ursprünglich im Westen von der Eisenlohrstraße bis ungefähr zur Brauerstraße im Osten und von der Kriegsstraße im Norden bis zur Alb im Süden. Die Stadt Karlsruhe erwarb den Großteil der Fläche westlich der Lorenzstraße in den 1960ern und 1970ern durch entsprechende Grundstücksaufkäufe von den jeweiligen privaten Eigentümern.

Vor der Bebauung des Feldes und der Expansion Karlsruhes nach Süden wurde das Gebiet westlich Unterfeld und östlich Oberfeld genannt.

Ehemalige Bebauungspläne

In den 1960er Jahren war geplant, auf dem Gebiet des Beiertheimer Feldes im Bereich des Kleingartengebiets ca. 1.000 Wohneinheiten zu schaffen. Die Ebertstraße hätte als Boulevard, vergleichbar mit der heutigen ausgebauten Brauerstraße, in diesem Zusammenhang bis zum Kühlen Krug verlängert werden sollen. Letzteres wurde aufgrund des Baus der Südtangente überflüssig und somit verworfen.

Da die Bebauungspläne weiter in der Diskussion blieben und sich eine entsprechende Entscheidung abzeichnete, wurde 1989 die „Bürgerinitiative für die Einheit von Günther-Klotz-Anlage und Beiertheimer Feld als öffentliche Grünfläche mit Kleingartenbetrieb“ gegründet, die diese Pläne zu verhindern suchte. Im Jahr 1992 beschloss der Gemeinderat tatsächlich einen Bebauungsplan, der jedoch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Die Bürgerinitiative setzte sich für den Erhalt des Gebiets ein, da es sich um eine wichtige Frischluftschneise handelt und weil eine weitere Bodenversiegelung verhindert werden sollte. Der Gemeinderat korrigierte im Jahr 2005 seinen früheren Beschluss und somit bleibt es beim Erhalt des Gebiets.

Im Jahr 2010 wurde ein neuer asphaltierter Fußgängerweg von der Kriegsstraße im Norden zum Junker-und-Ruh-Weg angelegt.

Die Bürgerinitiative hat sich im Jahr 2011 aufgelöst nachdem deren Erhaltungsziele erreicht wurden.

Heutige Bebauung

Das Gebiet des ehemaligen Beiertheimer Feldes gehört heute vollständig zum Stadtteil Südweststadt.

Im Südwesten des Gebiets befindet sich die Günther-Klotz-Anlage, während die Linie  1  zwischen Kriegsstraße und Haltestelle Europahalle und die Steinhäuserstraße samt ihrer Nebenstraßen bis zur Brauerstraße mitten auf den ehemaligen Beiertheimer Feldern liegen.

Bilder

Die Bilder zeigen die heutige Verwendung des ehemaligen Beiertheimer Feldes: