Anna Zeiser

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Anna Zeiser
Anna Zeisers Grab auf dem Friedhof Bruchsal
Frauentafel zu Anna Zeiser in der Huttenstraße 21

Anna Zeiser (* 24. November 1861 in Hüfingen, † 13. Mai 1947 in Bruchsal) war eine Stadträtin in Bruchsal.

Leben und Wirken

Als Anna Maier wurde sie 1861 in Hüfingen geboren und siedelte 1882 im Zuge ihrer Heirat mit dem Rechtsanwalt Franz Zeiser nach Bruchsal. An der Gründung des Vincentiusvereines im Jahre 1897 wirkte Zeiser mit und wurde deren erste Präsidentin. Darüber hinaus wirkte sie ab 1903 im Katholischen Frauenbund und war später Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenbundes.

Während des Ersten Weltkrieges tat sich der von ihr geführte Vincentiusverein durch die Herstellung von Decken und durch Lebensmittelversorgung hervor. Zeiser leitete zudem die Fürsorgearbeit der Vereinigten Frauenvereine Bruchsals.

1918 wurde Zeiser, inzwischen Mitglied der Zentrumspartei, als erste Frau in den Bruchsaler Stadtrat gewählt, wo sie bis 1922 blieb. Im Folgejahr begann ihre dreijährige Zeit als Stadtverordnete der Stadt Bruchsal. Nach 1933 beendete sie ihr politisches Engagement, auch ihre während ihrer politisch aktiven Zeit fortgeführten sozialen Tätigkeiten fanden ein Ende.

Insgesamt hatte Zeiser 13 Kinder, von denen zwei Töchter bereits im Kindesalter starben. Ihr Sohn Karl fiel im Oktober 1914 im Alter von 22 Jahren.

Zeiser starb am 3. Mai 1947 und wurde auf dem Friedhof Bruchsal beigesetzt.

Ehrungen

Trivia

Zeiser gehörte in ihrer Zeit als Stadträtin zu den wenigen Frauen in Bruchsal, die ein Fahrrad benutzten. Ihre Anrede als „Frau Rath" wurde daher bisweilen als „Frau Rad" umgewandelt.

Weblinks