Adolf Kellner

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Adolf Kellner (* 25. Dezember 1903 in Sangerhausen, † 18. Mai 1988 in Karlsruhe) war ein Karlsruher Buchhändler.

Leben

Adolf Kellner wird am 25. Dezember 1903 in Sangerhausen im Eichsfeld (heute Sachsen-Anhalt) geboren.

Er beginnt 1925 eine Buchhändler-Lehre bei Alban Hess in dessen Büchstube in Sangerhausen. 1926 erhält er ein Stipendiat auf der Buchhändlerlehranstalt in Leipzig. 1927 ist er auf Jungbuchhändler-Freizeiten in Berchtesgaden. Er nimmt 1927 eine Gehilfenstellung bei Heinrich Gonski in Köln an und wechselt 1928 zum Kösel-Verlag München.

1931 wird er Leiter der Presseabteilung beim Gildeverlag Köln. Der Gildeverlag wird 1933 durch die NSDAP aufgelöst und Kellner arbeitslos.

1934 erwirbt er die Braunschen Hofbuchhandlung in Karlsruhe. Ab 1935 ist er beim südwestdeutschen Buchhändlerverband tätig, er lehrt und prüft in Heidelberg und Karlsruhe.

1940 wird Kellner zum Militär eingezogen und ist 1941 bis 1943 an der Front vor Leningrad. 1943 bis 1945 ist er Frontbuchhändler in Gatschina, Reval und im holländischen Raum. Zwischen 1941 und 1946 wird seine Buchhandlung in Karlsruhe durch mehrere Bombenangriffe schwer getroffen und kurz nach dem Waffenstillstand zerstört.

1946/47 eröffnet Adolf Keller in einem Notquartier in der Herrenstraße 22 wieder.

1948 zieht die Buchhandlung in eine größere Ruine in ein Gebäude der Post in der Ständehausstraße um. Von dort geht es 1950 in die Kaiserstraße 120, in eines der ersten Häuser, das wiederaufgebaut wurde.

1972 übergibt Adolf Kellner die Braunsche Universitätsbuchhandlung an seinen Sohn Thomas Kellner. Die Zweigstelle Technik in der Kaiserstraße 18 übergibt er an den jüngeren Sohn Albrecht Kellner und den Prokuristen, Herrn Moessner, aus der Zweigstelle wird die Kellner + Moessner Universitätsbuchhandlung GmbH.

Adolf Kellner stirbt am 18. Mai 1988 in Karlsruhe.

Quelle

Aufgezeichnet von seinem Sohn Martin Kellner.