Zehntscheuer Linkenheim

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Die Zehntscheuer in Linkenheim wurde in der Zeit der Zehntherrschaft erbaut, um darin Zehntabgaben zu sammeln.

Inhaltsverzeichnis

Der Bau

Im Sommer 1730 wurde in Linkenheim eine Zehntscheuer erbaut. Der Platz hatte eine Größe von ¾ Morgen (2700 m²). Nachdem der Neubau fertig gestellt war, stellte sich heraus, dass etwa ein Drittel (900 m²), unbenutzt waren, lagen aber zu beiden Seiten des Neubaus und waren somit unbrauchbar für die Gemeinde. Das Bauamt sollte die Geländefetzen versteigern. Nachdem keiner das stark überteuerte Gelände kaufen wollte, ließ sich der Linkenheimer Anwalt Palmer zu einem Anfangsgebot überreden. Zudem es später auch verkauft wurde.

Reparaturen und Erweiterungen der Scheuer

Die neue Zehntscheuer hatte eine Länge von 80 Schuh (etwa 25 Meter) und war 40 Schuh breit (etwa 12 Meter). Hochstettener und Linkenheimer Zehntabgaben kamen dorthin. Doch schon 1741 mussten erste Reparaturen vorgenommen werden, wie zum Beispiel die komplette Neudeckung des Daches und neue Tore. Die Scheunenwände mussten untermauert werden, und 1776 wurde verlangt, die Zehntscheuer, wegen erhöhter Ernte, zu erweitern. Im Sommer 1776 wurde die Zehntscheuer um 18 Schuh verlängert.

1790 wurde ein neuer Antrag auf Erweiterung gestellt, der aber erst 1808 wurde die letzte Erweiterung der Linkenheimer Zehntscheuer ausgeführt. Durch eine abgelaufene Frist war nun eine Erhöhung der Ernteerträge zu erwarten. Doch da die Zehntscheuer den neuen Ertrag nicht mehr fassen konnten, wurde eine Privatscheune angemietet und außerdem die Pfarrscheuer zur Unterbringung der Zehntfrucht.

Nachdem Hochstetten die Trockenlegung des Dammes geglückt war, baute Hochstetten sich eine eigene Zehntscheuer, da die Ernteerträge in Linkenheim und Hochstetten stiegen.

Verwendung der Zehntscheuer heute

Zehntscheuer Linkenheim 2008
Zehntscheuer Linkenheim 2008

Heute ist der linke Flügel der Scheuer mit der Hausnummer 8, dort, wo auch das Wappen über dem Torbogen angebracht ist, in Privatbesitz. Der rechte Flügel, mit Hausnummer 6, war ebenfalls lange Zeit in Privatbesitz. Heute gehört er wieder der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten. Er soll durch den Freundeskreis Heimatgeschichte in eine Art „Heimathaus“ verwandelt werden und später für allgemeine Zwecke verwendet werden.

Literatur

Vortrag von Manfred König „Die Zehntscheuern in Linkenheim und in Hochstetten“ 2004

Weblinks

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