Symbiosis

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Ausschnitt der Symbiosis Installation im ZKM anlässlich der Vernissage

Symbiosis – 1,5 Tonnen globale Verwicklung war eine Ausstellung, die in Kooperation des Frankfurter Künstlers Peter Zizka[1] mit Caritas international[2], dem Hilfswerk der Deutschen Caritas und dem Freiburger Theater PAN.OPTIKUM entstand.

Inhalt

Mit dem Projekt Symbiosis sollte versucht werden, die „Small Arms“ – das heißt die kleinen Waffen – unschädlich zu machen und so aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei wurden einzelne Waffen zu Kunstobjekten verändert, um gesellschaftliche Diskussionsprozesse anstoßen zu können.

Die Industrienationen, in denen Rüstungsbetriebe tätig sind, die von den Waffenverkäufen profitieren und deren „Produkte“ die Anwendung von Gewalt ermöglichen, sollen sich auch mit den Folgen dieser Produktion auseinandersetzen. Als Beispiel im Projekt diente das afrikanische Burundi, in dem der Bürgerkrieg offiziell längst beendet ist, welcher aber noch immer schwer an dessen Folgen trägt. Durch die noch zahlreich vorhandenen Kleinwaffen ist die langanhaltende Ausübung von Gewalt weiterhin möglich und üblich. Besonders Frauen und Kinder zählen zu den Opfern dieser Gewalt.

Zum Preis von 2.500 Euro konnte jeweils ein Kunstobjekt erworben werden. Mit dem Reinerlös unterstützte Caritas international die Arbeit von „Maison Shalom“ in Burundi. Dort werden Waisen und ehemalige Kindersoldaten betreut. Zwischenzeitlich werden dort 20.000 Kinder unterstützt. Zusätzlich werden von der Caritas weitere Projekte in Burundi unterstützt.

Die ausrangierten und unschädlich gemachten Waffen, die tatsächlich in Kampfhandlungen eingesetzt wurden, sollten nun eine neue, friedensstiftende Funktion ausüben und durch Sammlung von Spenden zu einer Normalisierung der Verhältnisse in Burundi beitragen.

Ausstellung

In Karlsruhe fand die Ausstellung im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) vom 4. November 2011 bis zum 11. März 2012 statt und feierte in Deutschland ihre Premiere. Sie wurde anschließend noch in anderen Städten in Europa ausgestellt.

Mit der Vernissage am 4. November 2011 wurde die Ausstellung in Karlsruhe eröffnet. Christiane Riedel und Dr. Andreas Beitin vom ZKM, der Künstler Peter Zizka sowie Prälat Dr. Peter Neher vom Deutschen Caritas Verband nahmen daran teil. Umrahmt wurden die Redebeiträge von dem Schauspieler Christoph Kopp vom Theater PAN.OPTIKUM, der musikalisch per Cello von Frank Wolff[3] unterstützt wurde.

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Peter Zizka“
  2. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Caritas International“
  3. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Frank Wolff“