Stolpersteine Schlössleweg 2

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Im Rahmen des Projektes Stolpersteine wurden am 9. August 2006 Gedenksteine für vier Opfer aus dem Haus Schlössleweg 2 gesetzt.

Hier wohnte

  • Gertrud Kuttner, geborene Loewy, geboren 22.3.1885 in Eintrachtshütte/Oberschlesien, am 22.10.1940 nach Gurs deportiert, 10.8.1942 nach KZ Auschwitz deportiert, dort 1942 ermordet
  • Waldemar Kuttner, geboren 26.3.1881 in Groß-Strehlitz, 10.11.1938 nach KZ Dachau deportiert, 22.10.1940 nach Gurs deportiert, 10.8.1942 nach KZ Auschwitz deportiert, dort 1942 ermordet
  • Salomon Frank, geboren 28.10.1873 in Oberlustadt/Pfalz, am 22.10.1940 nach Gurs deportiert, tot in Gurs 13.12.1940
  • Elise Frank, geborene Rosenstein, geboren am 1.9.1878 in Oedheim/Neckarsulm, deportiert am 22.10.1940 nach Gurs, tot in Gurs am 30.10.1940

Geschichte des Hauses

Zunächst wohnte in diesem - auch „Kuttner-Villa“ genanntem - Haus nur die Familie Gertrud und Waldemar Kuttner. Infolge des Herausdrängens von Juden aus „arischen“ Mietshäusern ab dem Jahr 1939 entstanden sogenannte „Judenhäuser“, das im Schlössleweg 2 war ein solches.

Die Familie Frank zog im März 1939 von Ettlingen (Salomon) und Oberlustadt (Elise) zu, da Juden aus den kleineren Orten in die Großstädte getrieben wurden. Daneben lebten noch viele weitere Juden in diesem Haus (siehe Literatur).

Literatur

In Susanne Asche, Band 17 der „Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs“ findet sich auf S.425 folgender Hinweis
„Im Schlößleweg 2 wohnten ... Emil, Cäcilie, Waldemar und Gertrud Kuttner, Sofie Baruch, Eugenie Ettlinger, Jakob und Anna Leyser, Lina Metzger, Sigmund und Berta Sulzberger, Lina Goldschmidt...“
Quelle für die Familie Frank 
die amtliche Einwohnermeldekartei von Durlach

Bilder

Lage

Die Steine wurden ursprünglich am steilen Fußweg des Schlösslewegs verlegt, dann aber vor dem Winter im Dezember 2006 vom Tiefbauamt versetzt und liegen jetzt im flachen Bereich vor dem Anwesen Schlössleweg 2 in der Badener Straße. Dieser Ort im Stadtplan:

virtueller Rundgang

Weblinks