Rüdtwald

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Gewerbegebiet Gölshausen, links Rüdtwald
Abgeholzte Fläche

Der Rüdtwald liegt nord-östlich des Stadtgebietes von Bretten, zwischen der B293 nach Heilbronn und der L1103 nach Oberderdingen. Er bedeckt etwa eine Fläche von 120ha und ist im besten Sinne als Mischwald zu bezeichnen. Einmalig in der Gegend ist der reiche Bestand an Roteichen. Aber auch die Tierwelt ist hier mit besonders schützenswerten Arten vertreten. In der Waldfunktionenkartierung wird der Rüdtwald als Erholungswald Stufe 2 geführt.

Auf Antrag der Stadt Bretten, die den Wald als Gewerbegebiet erschließen will, wurden 2006 die Grenzen des Naturparks Stromberg-Heuchelberg durch das Regierungspräsidium Stuttgart geändert, der Regionalplan durch den Regionalverband Mittlerer Oberrhein geändert und dem Antrag auf Waldumwandlung durch die Oberforstdirektion Freiburg zugestimmt. Eine Petition des Bürgerarbeitskreises Bretten und des BUND Bretten zur Rettung des Waldes, wurde vom Landtag Baden-Württemberg abgelehnt.

Inzwischen sind 20 ha Wald gerodet und die Fläche teilweise mit Straßen und Entwässerungsleitungen erschlossen. Durch den starken Eingriff kam es bereits durch Starkwinde zu Schäden am „neuen“ Waldrand. Im November 2008 hat der Tierfutterhersteller Deuerer aus Rinklingen das gesammte Gelände von 22 ha erworben.

Seit 2003 bemühten sich Bürgerinitiativen um den Erhalt des Waldes.

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