Zehntscheuer Hochstetten

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Die Zehntscheuer in Hochstetten war eine Zehntscheuer in Hochstetten.

Der Bau

Nachdem der Ernteertrag in Linkenheim und Hochstetten gestiegen war, wurde in den Jahren 1778 bis 1780 zusätzlich zur Zehntscheuer Linkenheim eine weitere Zehntscheuer gebaut. Die Zehntscheuer war 30 Meter lang und 14 bis 15 Meter breit. 1833 trat das Zehntablösungsgesetz in Kraft. Somit hatte der badische Staat keine Verwendung der Zehntscheuern. Er stellte sie den Gemeinden zum Kauf. Sowohl Hochstetten als auch Linkenheim kauften die Zehntscheuern, aber die Weiterverwendung in beiden Orten war sehr verschieden. Hochstetten nutzte sie jahrelang für gemeindliche Aufgaben. Heute steht dort das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde.

Weiterverwendung

Die Scheuer wurde in drei Teile geteilt. Ein Teil wurde als Spritzenhaus genutzt, der zweite, der in der Mitte lag und somit der größte Teil wurde zum Farrenstall umfunktioniert, und der dritte als Pfarrscheuer. Die Fläche zwischen der Zehntscheuer und dem um die Kirche herum angelegten Friedhof war der Pfarrgarten.

Das Ende

Um 1895 gingen der Farrenstall und die Pfarrscheuer der Zehntscheuer an den Besitz der Kirchengemeinde über und die gesamte Zehntscheuer wurde abgerissen. So hatte nun die Gemeinde ein schönes Grundstück, auf dem ein neues Pfarrhaus errichtet wurde. Eine Pfarrscheuer wurde nicht mehr gebaut. Das Abbruchmaterial wurde wiederverwendet. Der rote Sandstein des Mauerwerks wurde für ein neues Feuerwehrhaus und einen neuen Farrenstall verwendet.

Literatur

Vortrag von Manfred König „Die Zehntscheuern in Linkenheim und in Hochstetten“ 2004