Wagbachkastell

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Schild auf der Wallkrone.
Blick auf die west- und nördliche Wallkrone

Das Wagbachkastell liegt an der Römerstraße bei Wiesental und wurde etwa 80 n. Chr. angelegt. Das Kastell diente der Überwachung einer Wagbachfurt.

Ziegelstempel und südgallische Scherben aus Terra sigillata[1] erlaubten die Datierung auf Ende des 1. Jahrhunderts. Der Fund einer Münze mit dem Abbild des Kaisers Trajan lässt darauf schließen, dass das Kastell noch zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. bestanden haben kann.

Weitere Funde aus der Zeit nach Aufgabe des Kastells lassen auf eine nicht militärische Besiedlung schließen.[2]

Die Wallkrone des 1925 gefunden Kleinkastells ist noch zu erkennen. Außerdem wurde ein Brunnen und ein Töpferofen[3] freigelegt.

Ausstellung

Vom Kastell sind im Wald nur noch die Wallkronen zu erkennen. Ausgrabungsstücke, und ein Modell des Wagbachkastell, sind im Heimatmuseum in Wiesental zu sehen.

Lage

Das Kastell liegt etwa 850 m südöstlich vom Globus Baumarkt entfernt, in der Nähe der L 556.

Dieser Ort im Stadtplan:

Das Kastell ist am besten vom Parkplatz des Globus Baumarktes zu erreichen. Von hier führt der Weg parallel zur L556 Richtung Südost. Nach 850 m knickt der Weg nach Norden ab. 100 m später sind an 2 Bäumen an der linken Wegseite Schilder mit dem Hinweis – Römerkastell – angebracht. Nach weiteren 50 m im Wald steht das oben abgebildete Schild.

Literatur

  • Seite 37-49 in: Barbara Guttmann: „Stadt Waghäusel. Die Geschichte von Kirrlach, Wiesental und Waghäusel“. Verlag Braun, 1994. ISBN 3-7650-8130-2

Weblinks

Fußnoten

  1. Siehe allgemein darüber: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Terra Sigillata“
  2. Artur J. Hofmann: „Chronik der Stadt Waghäusel mit ihren Stadtteilen Kirrlach, Wiesental und Waghäusel“ auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Waghäusel
  3. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Töpferofen“