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Stummfilmfestival Karlsruhe

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Das Stummfilmfestival Karlsruhe (zuvor Karlsruher Stummfilmtage) ist eine Veranstaltung in Karlsruhe. Das kleine Filmfestival spielt immer ein themenbezogenes Hauptprogramm sowie mehrere zusätzliche Sonderprogramme wie das "Filmkonzert", Kinderprogramme und Vorführungen im Rahmen von Schulprojekten. Das Stummfilmfestival hat ein kleines, aber sehr treues Stammpublikum und immer auch Besucherinnen und Besucher, die von auswärts anreisen.

Das 18. Stummfilmfestival Karlsruhe findet vom 4. bis zum 8. Februar 2020 statt und hat zum Thema „Revolution! Kino in deutscher Umbruchzeit / 100 Jahre 'Das Cabinet des Dr. Caligari'“.

Beschreibung

Es werden nicht nur Filme zu dem jeweiligen Jahres-Thema gezeigt, sondern diese werden alle in großer Bandbreite live von Solisten (meistens Pianisten) und Ensembles verschiedener Größe begleitet. Beim Publikum sehr beliebt ist der Auftritt der „Capella Obscura“ unter Leitung von Cornelia Brugger. Der Film gerät dabei manchmal etwas in den Hintergrund; allerding will schon die Wahl eines Filmes, der von einem mittelgroßen Orchester aus vielen Profis und noch mehr sehr guten Amateurmusikerinnen und -musikern begleitet wird, gelungen sein. Cornelia selbst, die Chefin des Orchesters, sagt, sie hätte einen Hang zur Komödie. Manche sagen, dass sie die besten und überzeugendsten Begleitungen bei Melodramen geliefert hat. Darüber hinaus gibt es häufig noch eine oder mehrere Nebenveranstaltungen zum Jahres-Thema, wie z. B. das Kinderprogamm in Kooperation mit dem Badischen Konservatorium, bei dem in der Regel Ensembles, die aus Kindern und Jugendlichen bestehen, das Filmprogramm begleiten.

Das Stummfilmfestival Karlsruhe entstand im universitären Rahmen. Seit 2008 ist der Déjà Vu-Film e.V. der Träger des Stummfilmfestivals Karlsruhe und organisiert es bisher auf ehrenamtlicher Basis. Nur die Musikerinnen und Musiker, die die Filme begleiten, erhalten alle Gagen. Der Déjà Vu-Film e. V. fuhrt darüber hinaus im Jahresverlauf auch weitere Veranstaltungen durch, sofern sich diese finanzieren lassen.

Geschichte

Die erste Veranstaltung fand 2002 statt, damals war es noch ein „Stummfilmwochenende”, ebenso 2003. Erst ab 2004 wurden daraus die „Stummfilmtage”.

Ein Programm, an das sich der Leiter des Stummfilmfestivals besonders gerne erinnert, war das der 7. Karlsruher Stummfilmtage: „Asta Nielsen – G.W. Pabst – Lulu-Filme“ mit den Filmen „Die Freudlose Gasse“ (Greta Garbo in ihrer einzigen deutschen Stummfilmrolle) und "Die Büchse der Pandora" mit der einzigartigen Louise Brooks. Nach zwei Jahren, in dem die Besucherzahlen annähernd gleich blieben, konnte das Jubiläumsprogramm, das Fritz Lang gewidmet war, wieder eine Steigerung der Besucherzahlen verzeichnen. Eine Aufführung, die niemand vergessen wird (denkt zumindest der Autor dieses Artikels) war die „Metropolis“-Vorführung im Lichthof der HfG. Mein persönlicher Dank an den damaligen Rektor der HfG, Peter Sloterdijk, dass er dieses Projekt ermöglich hat! Der Kritiker der BNN schrieb: „Ein Erlebnis von heute“. Er hat es auf den Punkt gebracht, was eine Aufführung eines Stummfilmes am richtigen Ort mit der richtigen Musik sein kann: eben ein Erlebnis von heute. Im Rahmen des „Filmkonzertes“ begleitete die Karlsruher Formation „Kammerflimmer Kollektief“ den russischen Science-fiction-Stummfilm „Aelita“ und feierte damit ebenfalls einen Erfolg beim Publikum wie bei der Presse.

Im Oktober 2013 beschloss der Verein, die "Karlsruher Stummfilmtage" in "Stummfilmfestival Karlsruhe“ umzubennen.

Mittlerweile hat das Stummfilmfestival das Studentenhaus verlassen, weil Josef Jünger, der Leiter des Festivals, nicht mehr als Geschäftsführer des Stud. Kulturzentrums tätig ist - er ist im April 2016 in Rente gegangen, leitet aber das Stummfilmfestival weiter. Unmittelbar hatte das zur Folge, dass das "Kulinarische Kino" nicht fortgeführt werden konnte. Weil dann auch das Medientheater des ZKM nicht mehr zur Verfügung stand – Personalknappheit und Eigenbedarf wurden als Gründe genannt - findet das Stummfilmfestival Karlsruhe zur Zeit im Stephanssaal in Kooperation mit dem Bildungszentrum der Katholischen Diöszese Freiburg und im Studio 3, dem Kino der Kinemathek Karlsruhe statt. Wenn dann der Umbau des früheren Kurbel-Kinos beendet ist, bietet sich die Chance, das komplette Festival unter einem Dach durchzuführen.

Das 17. Stummfilmfestival Karlsruhe fand vom 13. bis 17. März 2019 statt und war dem Thema „Ernst Lubitsch und Filme im Jüdischen Milieu“ gewidmet. Ein unerwarteter Erfolg für das im vorhinein als schwierig angesehene Thema!

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