Rochuskapelle

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Die Rochuskapelle in Mingolsheim befindet sich an der Kreuzung Bruchsaler Straße und Rochusstraße

Sie ist zwischen 1. Mai bis 31. Oktober jeweils am Sonntag zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet. Dienstags um 19.30 Uhr wird hier eine Messe gefeiert.

Geschichte

Als im Jahr 1666 in den umliegenden Gemeinden die Pest grassierte, gab man in Mingolsheim das Gelübde ab, eine Kapelle zu bauen, wenn der Ort von der Seuche verschont bliebe.

Dies geschah tatsächlich, und so wurde 1667 eine erste dem St. Rochus geweihte Kapelle erbaut. 1742 förderte Papst Benedikt XIV die Wallfahrt, indem er vollständigen Ablass für alle Pilger zur Kapelle gewährte. Dadurch wurde diese schnell zu klein, so dass Fürstbischof Hutten 1750/51 eine dem damaligen Schönheitsempfinden entsprechende größere Kapelle bauen ließ.

Als Folge der Säkularisierung ordnete die badische Regierung im Jahr 1809 den Abriss dieser Kapelle an. Vier Jahre lang wehrte sich die Mingolsheimer Bevölkerung dagegen, aber schließlich wurde die Demontage vollzogen.

1893/94 wurde dann nach Plänenn des Karlsruher Architekten Franz Jacob Schmitt eine neue Kapelle gebaut, 1895 wurde sie durch Justus Knecht geweiht.

Als Konsequenz aus dem zweiten vatikanischen Konzil wurde die Kapelle im Innern massiv umgestaltet. Ein Teil dieser Veränderungen wurde später wieder rückgängig gemacht.

1988 wurde erstmals eine Orgel installiert: Eine 1910 für eine Kirche in Herrenbaumgarten gebaute Strmiska-Orgel, die dort nicht mehr genutzt wurde, fand nach Restauration durch einen norwegischen Spezialisten Einzug in die Kapelle. Ostern 2018 wurde die Orgel tiefgehend instandgesetzt.

Lage

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