Josef Kary

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche

Josef Kary (* 6. August 1913 in Durmersheim; † 26. Februar 2012 in Rötenbach/Friedenweiler) war ein katholischer Theologe.

Leben und Wirken

Josef Kary wuchs in Durmersheim auf und besuchte das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium in Rastatt. Sein Vater starb im Ersten Weltkrieg. Er studierte Theologie und Philosophie in Freiburg und Tübingen. Am 27. März 1938 weihte ihn Erzbischof Conrad Gröber in Freiburg zum Priester. Als Vikar arbeitete er in Waldkirch, Oberbiederbach, Hornberg, Renchen und St. Georgen als Vikar. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er Kriegsdienst bei den Gebirgsjägern und war in Gefangenschaft. Nach der Rückkehr wurde er Vikar in Bühl und Friedenweiler, später Pfarrer in Langenrain. 1957 kam er dann zu Pfarrei St. Leodegar in Rötenbach. Im Dezember 1988 wurde er zum Geistlichen Rat ernannt.

Seit 1926 war er Mitglied im deutschen Vogelschutzbund. Als Ornithologe hielt er über 3.000 Diavorträge, pflegte in seinem 2.000 Quadratmeter großen Garten viele Vögel und betrieb eine Imkerei.

Josef Kary wurde zusammen mit sechs anderen Überlebenden aus einer 220 Mann starken Kompanie auf dem Kaukasusfeldzug gerettet. Sein Bruder Karl, der in Prag und Innsbruck Theologie studierte und danach Kaplan in Füssen war, kam bei dem Feldzug ums Leben. Da Karl der „Missionsgesellschaft vom Kostbaren Blut“ angehörte, die ihren Hauptsitz in Feldkirch in Vorarlberg hatte, ließ Josef als Dank für seine Heimkehr in Vorarlberg eine Marienkapelle errichten.

Er starb mit 99 Jahren an seinem letzten Wirkungsort als Pfarrer in Rötenbach im Südschwarzwald.

Aufsätze und Werke

  • 1961: Publikation seiner Forschungsergebnisse über 47 Seiten im ersten Heimatbuch „Um Rhein und Murg” (späteres Heimatbuch Landkreis Rastatt)
  • Maria Bickesheim und die badischen Markgrafen : ein Beitrag zur Heimatgeschichte von Bickesheim-Durmersheim zum 900jährigen Gedenken an die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Bickesheim in einem Schreiben Kaiser Heinrichs IV. vom Jahre 1065 an den Abt Samuel von Weißenburg. Rastatt 1965, Selbstverlag

Ehrungen

MP Erwin Teufel überreicht die Verdienstmedaille

Nachlass

Fensterglasbild des Familienwappens

2013 kam sein Nachlass durch Vermittlung seiner langjährigen Hauswirtschafterin ins Archiv des Landkreises Rastatt. Darin enthalten sind auch seine umfangreichen Forschungen über seine Familiengeschichte.

Weblinks