Jakob Gottlieb Eisenlohr

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Jakob Gottlieb Eisenlohr (* 17. November 1719 in Schwan) war Pfarrer in Rusheim sowie von 1746 bis 1756 in Spöck und Staffort.

Leben und Wirken

Sein Vater, Gottlieb Eisenlohr (1691-1738), war nach seiner Vikarszeit in Durlach von 1715-1733 Pfarrer in Sexau, 2 wo Jakob Gottlieb im Jahr 1719 geboren wurde. 1735 wurde er Student und 1739 unter die badischen Kandidaten der Theologie aufgenommen. Von August 1739 bis Septem�ber 1741 ist er Stadtvikar in Durlach und wird anschließend Pfarrer in Rußheim. 3 In seiner „se�ries pastorum“ von Rußheim lesen wir: „18) Jac. Gottlieb Eisenlohr, in Sexau geboren, davor vi�carius in Durlach, wird 1745 nach Spöck berufen“. 4 Im Eintrag unter „Spöck“ ist zu lesen, dass er am 23. April 1756 nach Tiengen berufen wurde „und ergänzte allda 1783 im Sommer diese Sammlung“. 5 Dort blieb er Pfarrer bis zu seinem Tod im Jahr 1795.[1]

Während seiner Pfarrtätigkeit in Staffort und Spöck veröffentlichte er 1748 sein Hauptwerk mit dem Titel: "Von den merkwürdigsten Dingen und Begebenheiten in den Kirchen und Schulen der Markgrafschaft während der langen verflossenen Saeculis" (Anmerkung: Saeculis = Jahrhunderte). Aus diesem Buch soll auch der Verfasser der Badischen Geschichte Johann Daniel Schöpflin viele Informationen bezogen haben.

Literatur

  • Wilhelm Otto Hauck: Staffort – Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik), Gemeinde Stutensee 1993
  • Manfred G. Raupp: Die Stafforter Geschlechter 1669–1975; Sippenbuch Manuskript hinterlegt im Stafforter Bürgerbüro und in der Evangelischen Kirchengemeinde Staffort
  • derselbe: Was der Großvater schon wusste – Gedanken zur Entwicklung der Landwirtschaft in Staffort; verfasst zum Andenken an Gustav W. Raupp (1905-1985). Eigenverlag, Lörrach und Stutensee-Staffort 2005
  • derselbe: 4000 Jahre Stete Furt und 350 Jahre Kirchenbuchaufzeichnungen; Stutensee-Staffort 2010.
  • derselbe: Ortsfamilienbuch Staffort, Herausgeber Stadt Stutensee, Verlag Gesowip Basel 2010, ISBN 978-3-906129-64-8

Fußnoten