Heldbock

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Heldbock in Karlsruhe
Heldbock-Eiche beim Festplatz
Eine Infotafel

Der Heldbock (Cerambyx cerdo, auch Großer Eichenbock) ist eine seltene Käferart.

Der auf der roten Liste gefährdeter Tierarten stehende Bockkäfer hat im Raum Karlsruhe seinen bundesweiten Verbreitungsschwerpunkt.

Schutzmaßnahmen in Karlsruhe

Dem Schutz und der Pflege alter Eichen als Lebensraum seltener Käferarten, speziell des Heldbockes, hat die Stadt Karlsruhe 2006/2007 verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet.

In Rüppurr hat das Gartenbauamt zum Schutz des Heldbocks eine Eiche mit speziellen Stützen versehen und so vor dem Zusammenbrechen bewahrt. Im Schlossgarten ist ein kleines Areal behutsam abgesperrt worden, um niemanden durch eventuell herunterfallende Äste zu gefährden. In den kommenden Wochen arbeiten spezialisierte Firmen in der Erzbergerstraße, am Grünzug Waldstadtzentrum, am Hirtenweg und in der Rintheimer Querallee, um die Vitalität der Eichen zu fördern und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Ziel ist es, alte Eichen, auch in Teilen, so lange wie möglich für den Käfer zu erhalten, weshalb die Baumveteranen oft ein bizarres Erscheinungsbild bieten. Dass dabei die Verkehrssicherheit nicht zu kurz kommt, zeigte der Orkan Kyrill, dem alle vom Heldbock bewohnten Eichen in Karlsruhe standhielten.

Die Federführung hat das städtische Umweltamt, das unter Telefon: (07 21) 1 33 –31 22 Interessierten detailliert über den Heldbock Auskunft gibt. Unterstützt wird das ganze durch das Gartenbauamt der Stadt und finanzielle Unterstützung leistet das Land Baden-Württemberg.

Heldbock und Kombilösung

"Berühmt" wurde der Heldbock als Argument einiger Einwender beim Planfeststellungsverfahren der Kombilösung, die durch Änderungen des Grundwasserstands durch das unterirdische Bauwerk den Bestand des Heldbocks gefährdet sehen. Durch dessen Seltenheit besitzt sein Schutz höchste Priorität. Die Umzäunungen wurden erst nach diesen Einwendungen errichtet.

Heldbock-Käfer beobachten

Exkursionen zu den Karlsruher Käfereichen mit dem Biologen Claus Wurst bot der städtische Umwelt- und Arbeitsschutz am Donnerstag, 5. Juli 2007 (Treffpunkt Eingang Stadtgärtnerei, Gebrüder-Grimm-Straße), und am Freitag, 6. Juli 2007 (ab dem Parkplatz der Eichendorfschule in der Glogauer Straße), jeweils um 21.15 Uhr an.

Bilder

Weblinks