Friedrich Hauß

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Friedrich Hauß (* 11. August 1893 in Vogelbach bei Kandern; † 9. Juli 1977 in Karlsruhe)[1] war ein protestantischer Theologe der evangelischen Landeskirche, der die Wochen der Volksmission und wöchendlichen Bibelstunden in Baden einrichtete und die Henhöfertage begründete.

Leben und Wirken

Friedrich Hauß war das älteste von drei Kindern des Pfarrerehepaares Karl Hauß und Auguste Hauß, geborene Lehmann. Nach der Versetzung des Vaters in die Kirchengemeinde Spöck mit Filiale Staffort wuchs er in Spöck auf. Das Elternhaus und die von Aloys Henhöfer nachhaltig geprägten Gemeinden waren offensichtlich der Grund für das Theologiestudium in Tübingen mit Vertiefung beim Bibeltheologen Adolf Schlatter. Seine erste Pfarrstelle bekam er in Nöttingen bei Wilferdingen (1920 bis 1926). Danach kam er nach Karlsruhe und übernahm eine Pfarrstelle in der Paulusgemeinde in der Karlsruher Südstadt.

Laut Hans Pfisterer lag Friedrich Hauß die Bibel und in besonderer Weise der Gemeindeaufbau am Herzen. Er entwarf einen Bibelleseplan und machte die Bibelstunde zur Mitte des Gemeindelebens. Die Bibelstunde wurde prägend für die ganze Gemeinde. Zu Beginn der 1930er Jahre begann Hauß dann mit einer Arbeit, die ihn über Karlsruhe hinaus im ganzen Land bekannt machte: Er lud Jahr für Jahr zu einer Woche der Volksmission ein und zu Bibelstunden am Nachmittag. 1934 wurde Friedrich Hauß zum Leiter des neugegründeten volksmissionarischen Amtes der evangelischen Landeskirche bestellt wo er die Wochen der Volksmission begründete.[2] Bekannt sind auch seine kurzen Biographien zur badischen Kirchengeschichte und die Begründung der Henhöfertage durch ihn. Das Studienzentrum der Evangelischen Landeskirche in Baden ist nach ihm benannt.[3]

Werke (Auswahl)

  • Die uns das Wort Gottes gesagt haben, Neuhausen-Stuttgart: Hänssler-Verlag, 1978.
  • Henhöfer und seine Freunde: Die Väter der kirchlichen Erweckung in Baden, Karlsruhe: Verlag der Schriftenmission des Volksmissionarischen Amtes der Evang. Landeskirche in Baden, 1962.
  • Väter der Christenheit, Haan: Brockhaus, 1991. ISBN 3-417-24625-3
  • Biblische Taschenkonkordanz, Neuhausen-Stuttgart: Haenssler. 1990. ISBN 3-775-10141-1
  • Erfahrungen mit Gott in Krieg und Wiederaufbau: Wunder der Bewahrung, Wunder des geistlichen Aufwachens, Wachsens und Festwerdens, 2. Auflage, Wildbad: Verlag Linea, 2011. ISBN 978-3-939075-37-0

als Herausgeber:

  • Aloys Henhöfer: Christliches Glaubensbekenntnis des Pfarrers Henhöfer von Mühlhausen, Karlsruhe: Verlag der Schriftenmission des Freundeskreises der Volksmission der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V., 1969

Literatur

  • Klaus Baschang: Friedrich Hauß und wir Nachgeborenen: Aufgaben der Volksmission, in: „Aufbruch“, 29. Jahrgang (1993), Nr. 44, Seite 12

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eintrag Hauß, Friedrich (Identifikations-Nr. 187015) in der Personendatenbank der Landesbibliographie Baden-Württemberg
  2. Hartmut Bärend: Allgemeine Informationen zu Bibelwochen, Evangelische Landeskirche in Baden, abgerufen am 2. November 2012
  3. Friedrich Hauß Studienzentrum