August Aschinger

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August Aschinger (* 8. April 1862 in Oberderdingen; † 28. Januar 1911 in Berlin-Charlottenburg) war Gastwirt, Unternehmer und der erste Ehrenbürger von Oberderdingen.

Leben und Wirken

August Aschinger ging 18-jährig mit seinem Bruder Carl (1855–1909) nach Berlin und lernte den Beruf des Kochs. 1892 eröffneten beide ihre erste von insgesamt 28 Bierquellen. 1900 entstand die „Aschinger AG“[1], der größte gastronomische Konzern Europas.

Trotz allem Erfolg vergaß er seine Geburtsstadt nicht. Zur Einweihung seines Denkmals auf dem Friedhof in Oberderdingen und der Verleihung des Ehrenbürgerrechts 1910 lud er die gesamte Bevölkerung auf seine Kosten ein. Zudem hinterließ er der Gemeinde sein Geburtshaus, es beherbergt seit 2005 ein Museum und eine Galerie.

Aschinger heiratete mit 26 Jahren Helene Neumann, mit ihr hatte einen Sohn Fritz und eine Tochter Elisabeth, die nach seinem Tod sein Imperium übernahmen. Allerdings wurden bei den Bombenangriffen 1944/1945 etwa 80 Prozent davon zerstört, Fritz nahm sich 1949 das Leben, seine Schwester folgte ihm fünf Tage später. August Aschinger wurde auf dem Luisenfriedhof in Berlin-Charlottenburg bestattet. 1969 schloss der letzte Aschinger.

Ehrungen

  • Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Oberderdingen (8. April 1910)
  • Aschingerstraße in Oberderdingen
  • Aschingerhaus, Museum und Galerie (2005)
  • Aschingerhalle
  • Aschinger-Abend am 8. April 2010 anlässlich des 100. Jahrestag der Verleihung der Ehrenbürgerwürde

Literatur

Quelle

  • Claudia Pospieszczyk: Aschinger-Taler für Kinder – Oberderdingen erinnert an verstorbenen Ehrenbürger. In BNN Bretten vom 10. April 2010
  • Erwin Breitinger: Vom Waisenbub zum Konzernchef: Vor 100 Jahren starb der Großgastronom und Derdinger Ehrenbürger August Aschinger. In BNN Bretten vom 28. Januar 2011

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Aschinger“