Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe

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Die WAK GmbH hat 1971 die Anlage zur Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen übernommen, die Aufgabe besteht darin, die etwa 70 m3 hochradioaktiven Abfälle fachgerecht zu entsorgen, sie sollen auf dem Gelände in der Verglasungseinrichtung Karlsruhe (VEK) verfestigt werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) wurde vom Kernforschungszentrum Karlsruhe in den Jahren 1967 bis 1970 in Eggenstein-Leopoldshafen erbaut. Es ist ein Zwischenlager für mittel- und schwachaktiven Atommüll. Ursprünglich war sie ursprünglich als Pilotanlage für eine spätere kommerzielle Großanlage im bayerischen Wackersdorf gedacht. Das politische Aus dieser Anlage war auch das Ende der Karlsruher Anlage.

1991 wurde der Betrieb der Anlage eingestellt und seitdem zurückgebaut.

In Hallen, die nicht gegen Terrorangriffe oder Flugzeugabstürze gesichert sind, stapeln sich etwa 75.000 Fässer, die nicht für jahrzehntelange Zwischenlagerung ausgelegt sind, da sie erstmal nur für kurze Zeit gelagert werden sollten.

Mit dem Einschmelzen der Atomabfälle wird nicht vor Herbst 2008 begonnen werden können. Die Anlage sei zwar startklar, aber das Genehmigungsverfahren ist noch nicht durch. Dadurch werden auch die Kosten steigen: geplant war eine Milliarde Euro, nun werden 2,2 Milliarden veranschlagt.

Vorfall

Im Dezember 2000 hatte ein Angehöriger einer Fremdfirma, der bei der WAK beschäftigt war, kontaminiertes Material aus der Anlage hinaus geschmuggelt, in zwei Wohnungen gelagert und damit seine Lebensgefährtin und deren Tochter verstrahlt. Der Fall wurde als Plutonium-Affäre bekannt.

Heute

Derzeitige Aufgabe ist es, neben der Trennung des Atommülls, die runden, ca 1000kg schweren Fässer anzuschauen und auf Rost zu überprüfen. Rostige Stahlfässer müssen umgefüllt werden, da sonst deren Sicherheit nicht mehr gegeben ist. Intakte Fässer werden in einen grösseren Container gelegt und mit Beton aufgegossen, damit sie nicht rosten. In diesem Zustand können die Container lagern, bis klar ist, was in Zukunft mit ihnen passiert.

Adresse

Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Betriebsgesellschaft mbH
Postfach 12 63
76339 Eggenstein-Leopoldshafen
Telefon: (0 72 47) 88 - 22 27
Handelsregister 
Registergericht Mannheim HRB 100565, Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Rückbau- und Entsorgungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (WAK GmbH), Sitz: Eggenstein-Leopoldshafen , ehemals „Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mit beschränkter Haftung”

Weblinks

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