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Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe

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Die WAK GmbH hat 1971 die Anlage zur Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen übernommen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) wurde vom Kernforschungszentrum Karlsruhe in den Jahren 1967 bis 1970 in Eggenstein-Leopoldshafen erbaut. Es ist ein Zwischenlager für mittel- und schwachaktiven Atommüll. Ursprünglich war sie als Pilotanlage für eine spätere kommerzielle Großanlage im bayerischen Wackersdorf gedacht. Das politische Aus dieser Anlage war auch das Ende der Karlsruher Anlage.

1991 wurde der Betrieb der Anlage eingestellt und seitdem zurückgebaut. In Hallen, die nicht gegen Terrorangriffe oder Flugzeugabstürze gesichert waren, stapelten sich etwa 75.000 Fässer, die nicht für jahrzehntelange Zwischenlagerung ausgelegt waren, da sie erstmal nur für kurze Zeit gelagert werden sollten.

Im Dezember 2000 hatte ein Angehöriger einer Fremdfirma, der bei der WAK beschäftigt war, kontaminiertes Material aus der Anlage hinaus geschmuggelt, in zwei Wohnungen gelagert und damit seine Lebensgefährtin und deren Tochter verstrahlt. Der Fall wurde als Plutonium-Affäre bekannt.

Mit dem Einschmelzen (Verglasen) der etwa 70 m3 hochradioaktiven Atomabfälle wurde im September 2009 begonnen, im November 2010 waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Castor-Behälter rollten am 16. Februar 2011 ins Zwischenlager Nord bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch die Kosten stiegen: geplant war eine Milliarde Euro, inzwischen werden 3 Milliarden veranschlagt. Allein der Spezialofen kostete 300 Millionen Euro, der nach Abschluss der Arbeiten ausgedient hat, und dann abgerissen und entsorgt wird.

Ausblick

Bis 2023 soll die gesamte Anlage einschließlich Verwaltung und Verglasung rückgebaut sein.

Adresse

Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Betriebsgesellschaft mbH
Postfach 12 63
76339 Eggenstein-Leopoldshafen
Telefon: (0 72 47) 88 - 22 27
Handelsregister 
Registergericht Mannheim HRB 100565, Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Rückbau- und Entsorgungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (WAK GmbH), Sitz: Eggenstein-Leopoldshafen , ehemals „Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mit beschränkter Haftung”

Weblinks