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Unabhängiger Studierendenausschuss
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Der Unabhängige Studierendenausschuss (UStA) der Universität Karlsruhe vertritt die Interessen der Studierenden an dieser Hochschule. Er ist im Unabhängigen Modell, wie die selbstorganisierte Studierendenschaft an der Uni bezeichnet wird, das Exekutivorgan.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Im Zuge der Novellierung des baden-württembergischen Hochschulrahmengesetzes schaffte die Landesregierung 1977 die verfassten Studentenschaften als rechtlich legitimierte Studierendenvertretungen ab mit der Begründung, den terroristischen Sumpf austrocknen zu wollen. Dabei wurde das Studentenparlament abgeschafft, die Finanzhoheit der Studierenden über die Mittel aus den Semesterbeiträgen der Studierenden entzogen und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) in seinen Aktivitäten auf soziale, kulturelle und den Hochschulsport betreffende Belange eingeschränkt. Seither darf sich ein AStA in Baden-Württemberg nicht mehr zu hochschulpolitischen Themen äußern.
Die Beschneidung der Möglichkeiten führte zur Gründung der Unabhängigen Studierendenschaften, die seitdem in eigenen, selbstständig organisierten Wahlen jährlich ein Studierendenparlament (StuPa) wählen. Dieses wählt je Legislaturperiode einen Unabhängigen Studierendenausschuss (UStA), der fortan die Interessen der Studierenden in jeglicher Hinsicht vertritt. Der erste UStA konstituierte sich am 23. Dezember 1977.
Organisationsstruktur
Die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft forderte in ganz Baden-Württemberg neue Formen der studentischen Selbstverwaltung. An der Uni Karlsruhe behielt man die vorhergegangene Struktur bestehend aus AStA (jetzt UStA), Studierendenparlament und Fachschaften weitestgehend bei. Ein Unterschied besteht in den eigenen Wahlen, die jeweils in den ersten Wochen eines neuen Kalenderjahres stattfinden. Diese Wahlen werden von einem Wahlausschuss durchgeführt, der sich nur aus Studierenden zusammensetzt. Dafür wurde eigens eine Wahlordnung geschaffen.
Die Studierenden wählen dort ihre Fachschaftssprecher, die Frauenreferentin, den Ausländerreferenten und die Mitglieder des 25-köpfigen Studierendenparlaments. Zur Wahl zum Studierendenparlament treten jedes Jahr unterschiedliche Listen an, die größtenteils einen politischen Hintergrund besitzen. In der ersten oder zweiten Vorlesungswoche des darauf folgenden Sommersemesters tritt das Studierendenparlament erstmals zusammen und wählt in dieser Sitzung die neuen UStA-Referenten. Üblicherweise ist es so, dass die Liste mit den meisten Sitzen in Koalitionsverhandlungen mit anderen Listen Studierende zur Wahl stellt und diese dann als UStA-Referenten gewählt werden.
Der UStA besteht aus 10 Referaten, von denen zwei autonom sind, das heißt, direkt von den jeweils betroffenen Studierenden direkt gewählt werden. Die weiblichen Studierenden wählen die Frauenreferentin, die ausländischen Studierenden wählen die Besetzung des Ausländerreferats. Die übrigen Referate werden im Studierendenparlament gewählt und sind derzeit: Vorsitz, Finanzen, Innen 1, Innen 2, Außen, Sozial, Presse und Öffentlichkeitsarbeit und Kultur.
Ein Jahr lang vertreten diese Referenten die Studierendenschaft nach innen und außen.
Aktivitäten
Wahlen
Die Wahlen zum Studierendenparlament vom 16. - 20. Januar 2008 brachten die folgenden Ergebnisse:
| Liste | Stimmen | Sitze |
|---|---|---|
| Die Linke | 2.5% | 1 |
| GHG | 18.6% | 5 |
| LHG | 14.6% | 4 |
| Jusos | 12.4% | 3 |
| AL | 4% | 1 |
| RCDS | 15.1% | 4 |
| FiPS | 25.6% | 6 |
| Die Neue Liste | 2.1% | 0 |
| LuSt | 5% | 1 |
| Wahlbeteiligung | 19.7% |
Der UStA besteht aktuell fast nur aus den FiPS nahestehenden Personen und wird von der Mehrheit des Studierendenparlaments getragen.
Adresse
- UStA der Uni Karlsruhe
- Adenauerring 7
- 76131 Karlsruhe
- Telefon: (07 21) 6 08 - 84 60
- Telefax: (07 21) 6 08 - 84 70
Das UStA-Büro befindet sich im Foyer der Mensa am Adenauerring.
siehe auch
- AKK
- Studiengebührenboykott 2007
- UStA der Fachhochschule (aufgelöst)

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Mr.Wong
