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Thermoselect
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Idee von Thermoselect
Der Energieversorger EnBW wollte mit der 1995 gebauten Müll-Verschwelungsanlage nicht mehr verwertbaren Restmüll in Wasser, ein Salzgemisch und ein schwarz glänzendes Granulat umwandeln.
Probleme
Zahlreiche Pannen, aufwändige Umrüstaktionen. Eine der Pannen: In den automatischen Baggern, die den Müll in die Öfen transportierten, war ein nicht ausreichend temperaturfestes Hydrauliköl verwendet worden.
Kosten
Geplant waren 123 Mio. Euro, davon mehr als 20 Mio. Euro für den Bau und den Rest für die Anlagentechnik. Der Verlust für die EnBW soll sogar 451 Mio. Eur betragen.
Ende
Am 27. April 2005 beendete die Stadt Karlsruhe das Kapitel Thermoselect mit einer Vereinbarung mit EnBW. Der bestehende Vertrag über die thermische Behandlung des Karlsruher Mülls wurde damit aufgelöst. Die Stadt Karlsruhe erhält außerdem eine Entschädigung von rund 1,45 Millionen Euro als Ausgleich für wirtschaftliche Nachteile.
Verfahren vor dem Landgericht
Das Landgericht Karlsruhe hat am 30. Juni 2006 eine Schadensersatzklage der Thermoselect S.A. gegen die EnBW Energie Baden-Württemberg AG in vollem Umfang abgewiesen. Thermoselect S.A. hatte ihre Schadensersatzklage damit begründet, dass sich die EnBW im Zusammenhang mit der Stilllegung der Thermoselectanlage in Karlsruhe pflichtwidrig verhalten habe und wollte Entwicklungs- und Finanzierungskosten in Höhe von 210 Millionen Euro von der EnBW ersetzt bekommen.
Was wird aus der Thermoselect-Anlage?
Ob die Idee, aus der Anlage eine Kultureinrichtung (evtl. auch eine Disko) werden kann, ist derzeit noch unbekannt. Allerdings sei es technisch schwierig, Inhalt und Halle zu trennen, da die Decke durch Anlagenteile getragen wird.
Die Stadt möchte den Rheinhafen auch für die Industrie freihalten.
Trivia
Aufgrund der häufigen Störfälle bekam die Anlage von der Bevölkerung bald den Spitznamen "Thermodefekt" verpasst.
del.icio.us
Mr.Wong
