Gefecht bei Pápa

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„Schlacht bei Pápa“, Gemälde von Albrecht Adam, 1844

Das Gefecht bei Pápa, auch als „Gefecht um Pápa“ und „Schlacht bei Pápa“ bezeichnet, war ein Gefecht im frühen 19. Jahrhundert und fand unter Beteilung des Mannheimer Infanterieregiments „Erbgroßherzog“ Nr. 2 (des späteren 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109) im Jahr 1809 statt.

Die Geschichte des Badischen Leib-Grenadier-Regiments schreibt: „…Der badische Verlust betrug elf Mann.“

Die Badener in Ungarn

Die Geschichte des Badischen Leibgrenadierregimentes schreibt:

Pápa war von den Österreichern besetzt. Doch baldgelang es den Badenern, die in deployirten Linien vorgingen, in die Straßen einzudringen. Atemlos stürmten unsere Leute den Fliehenden nach, über Erschlagenen und umhergestreutes Heergeräthe hinweg. Nebenher jagte Reiterei zur Verfolgung vor. Jenseits Pápa wurde aufmarschiert und im Geschützfeuer der vorliegenden Höhen avancirt. Hier machte eine Kanonenkugel dem Heldenleben des schon oft genennten Premier-Lieutenants Christian Müller ein Ende. Im Angesicht des nunmehr Stand haltenden Feindes biwakirte das Regiment ohne Lebensmittel auf dem Gefechtsfelde. Der badische Verlust betrug elf Mann.

Ein Gedenkstein befindet sich in der Nähe der St Anna-Kirche in Pápa für die gefallenen französischen Soldaten. Hier liegt auch Eskadronschef Oberst Jean-Francois-Hubert Ayét vom 1. Kavalleriejägerregiment unter General Jacquinot der Division Montbrun. Er wurde am 12. Juni bei der ersten Attacke auf Pápa verwundet und starb am 14. Juli 1809. Auch Premier-Leutnant Christian Müller, vom 2. badischen Linien-Infanterieregiment Erbgroßherzog der Division Lauriston, der bei Kämpfen beim Kalvarienhügel am 12. Juni durch eine Kanonkugel getötet wurde, liegt hier begraben. Christian Müller war Premier-Leutnant im 2. badischen Linien-Infanterieregiment Erbgroßherzog. Er wurde 1775 in Mannheim geboren. Am 20. Juni 1803 erhielt er sein Offizierspatent. Er gehörte 1804 dem Infanterieregiment Kurprinz als Seconde-Leutnant an. Am 23. Februar 1807 wurde er bei der Schlacht von Dirschau verwundet und am 1. März erhielt er das Ritterkreuz des Militärischen Karl-Friedrich Verdienstordens. Am 2. August 1808 wurde er zum Premier-Leutnant befördert. Er starb am 12. Juni 1809 bei den Kämpfen beim Kalvarienhügel, nördlich von Pápa, gegen 4 Uhr nachmittag, durch eine Kanonkugel, die ihn an der Schulter traf. Eskadronchef Jean-Francois Hubert Ayét war Oberst des 1. Kavallerieregimentes unter General Jacquinot. Er wurde am 2. November 1776 in Verdun geboren. Durch seinen Mut wurde er zweimal ausgezeichnet. Er starb am 14. Juli 1809 durch die schwere Verletzung vom 12. Juni im Städtischen Spital des Benediktiner Ordens in Pápa.

Quelle / Literatur

Der Text wurde von Ferdi Irmfried Wöber dem Stadtwiki Karlsruhe überlassen.

  • Ferdi Irmfried Wöber : „1809“, Maria Anzbach/Österreich 2005, Eigenverlag.

Weblinks