Diskussion:Kraichgau

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Grötzingen

In einem Interview heute in den BNN mit dem langjährigen Vorsitzenden vom Heimatverein Kraichgau, Bernd Röcker, sagt dieser, dass auch Grötzingen zum Kraichgau gehört. Das würde erklären, warum Grötzinger Denkmale im Buch von Karl-Heinz Häcker: „Zeichen der Siege – Zeichen der Trauer. Kriegerdenkmale und Gedenktafeln im Kraichgau“ vorhanden sind. Falls es eine Erklärung gibt, warum das so ist, muss das noch in den Artikel mit rein. --Beate 13:27, 5. Sep. 2011 (CEST)

In der WP gibt es diese Grafik. Dort wird Grötzingen ganz/teilweise "erfasst". Offenbar bildet(e) die Pfinz eine Trennung des Gebiets zum Schwarzwald...? Wobei Grünwettersbach unter diesem Aspekt ja kaum "im" Schwarzwald liegt, heute eher nördlich davon... Es sei denn, man betrachtet es ganz global? Ob das historische Hintergründe hat (bei Grötzingen ja eher nicht, wenn man z.B. an Pfinzgau denkt) oder einfach dem Wunsch entspringt, eine Region gegen benachbarte Regionen räumlich abzugrenzen ist die Frage... Ich nehme letzteres an. Wer will auch festlegen, wo was liegt... Das ist ja im Zweifel eine eher willkürliche Festlegung, die sich im Lauf der Zeit verändert (siehe eben Pfinzgau)... Auf der WP-Karte entspringt der Kraichbach sogar außerhalb des umrahmten Gebiets... In meiner TOP50 Karte ist der Kraichgau völlig unspezifisch "markiert", wobei das auch nicht die Aufgabe des Kartenwerks ist.
Da Grötzingen auch südlich der Pfinz liegt, würde ich Grötzingen eher nicht in Kraichgau aufnehmen. Sonst könnte man ja Karlsruhe im Kraichgau schreiben....?!? Das hab ich so noch nie gelesen... ;o) --AD KA 18:14, 5. Sep. 2011 (CEST)
Im Buch „Kleine Geschichte des Kraichgaus“ von Thomas Adam schreibt er auf Seite 8-9 zu den Grenzen des „Großen Kraichgaus“ folgendes: Zitatanfang ... Definition, die als Kraichgau alles das versteht, was zwischen dem Neckartal im Osten und Norden sowie den Ausläufern des Schwarzwaldes – auf eine Linie von Ettlingen nach Birkenfeld und dann der Enz folgend bis Besigheim – im Süden liegt. Den Abschluss im Westen markiert die Geländestufe entlang der Grabenrandverwerfung zur Oberrheinischen Tiefebene hin. Zitatende Bei der Vorstellung seines Buches sagte er dazu, dass es einfacher ist jemanden zu finden der sagt was NICHT zum Kraichgau gezählt werden will, als umgekehrt. Eine Grenze zu ziehen ist nicht möglich. Es gibt aber keine Definition die alles was westliche der „alten B 3“ liegt, z.B Karlsruhe oder Kronau, jemals zum Kraichgau gezählt wurde. Die Karte im WP kann nur ein mutiger Forscher gemacht haben, der diese mit Sicherheit in den einzelnen Gemeinden nicht abgestimmt hat. Das Zabergäu und damit Sternenfels und die Kraichbachquelle werden aber dem Kraichgau zugeordnet. --FamHaPo 20:09, 5. Sep. 2011 (CEST)
Vielleicht passend hierzu: Wobei es eine Erfahrung gibt, die Adam während seiner Lesereise geradezu als „historische Kontinuität“ der Kraichgauer Regionalgeschichte erlebt. Denn vor fast hundert Jahren schrieb der Geograph Friedrich Metz erstmals aus landeskundlicher Perspektive über diese Gegend und vermerkte bereits damals sinngemäß: Egal wo und wen man im Kraichgau nach dessen Ausdehnung oder Grenzen frage, überall erfahre man eigentlich nur, dass er gerade hier nicht sei und erst woanders, ein Stück weiter weg hinter dem übernächsten Nachbarort anfange. Ähnliches wiederholt sich nach Adams Beobachtungen bis auf den heutigen Tag; und so ist denn auch in jedem Ort seiner Lesereise der spannendste Moment für ihn die Frage an das Publikum, ob man sich hier dem Kraichgau zugehörig fühle. Was denn auch, heute wie vor hundert Jahren, vom Auditorium nicht selten verneint oder zumindest bezweifelt wird – und dies selbst im Raum Eppingen, wo doch eigentlich das „Herz des Kraichgaus“ schlagen müsste. Der Kraichgau fängt immer woanders an --roland 13:04, 12. Sep. 2011 (CEST)