Deserteurdenkmal

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Deserteurdenkmal

Mit dem Deserteurdenkmal wurde im Jahre 1990 erstmals in Karlsruhe ein Denkmal errichtet, um an all jene Menschen erinnern zu können, die sich den Kriegen verweigert haben.

Inschrift

Die Inschrift lautet:

     hier lebte ein mann,
    der sich geweigert hat,
 auf seine mitmenschen zu schießeen.
     ehre seinem andenken.
            kurt tucholsky. für die deserteure

Neueinweihung 2005

Die Spuren der Zeit machten vor dem Gedenkstein nicht halt und so wurde er 2005 restauriert. Vermodert, bewachsen und nicht mehr als Denkmal erkennbar, sollte der "Steinhaufen" abgeräumt werden. Der tatkräftigen Initiative einiger Menschen, denen der Denkanstoß, den dieses Denkmal vermitteln soll, am Herzen liegt, ist es zu verdanken, dass es nun wieder „neu belebt“ im Innenhof des Gewerbehofes steht. Es wurde in Eigenarbeit vollständig gesäubert, auf einen gemauerten Sockel gestellt und ein größeres Schriftschild wurde angebracht.

Am Donnerstag, den 17. November 2005, um 16:00 Uhr wurde unter Mitwirkung von Ludwig Baumann, dem Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Opfer der NS-Militärjustiz, das Denkmal für Deserteure nach vollständiger Renovierung feierlich neu eingeweiht.

Ludwig Baumann drückte vor den Anwesenden seine Freude darüber aus, dass dieses Denkmal erneuert wurde, da es eines der wenigen in Deutschland ist, die an die Männer erinnern, die sich einem verbrecherischen Krieg entzogen haben. Erst seit 2002 gelten „Wehrkraftzersetzer“ und Deserteure des Zweiten Weltkrieges nicht mehr als vorbestraft. Aber auch für die Zukunft, so Baumann weiter, ist so ein Denkmal wichtig, da sich jeder Soldat fragen muss, wie weit es mit seinem Gewissen vereinbar ist, an einem Krieg teilzunehmen.

Veranstaltet wurde die Wieder-Einweihung von

  • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
  • Freiraum e.V. (Gewerbehof)
  • Friedensbündnis Karlsruhe
  • Arbeitskreis Internationalismus Karlsruhe (AKI)
  • Sozialistische Linke Karlsruhe (SoLi).

Lage

Die Stadt Karlsruhe war nicht bereit, das Denkmal auf städtischen Gelände aufzustellen, bzw. einen Platz zur Verfügung zu stellen; das Mahnmal wurde daher im Gewerbehof aufgestellt.

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Weblinks