Burg Kleinsteinbach

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Der Grundriss der Turmburg und die sie umgebenden Graben- und Wallanlagen
Die Infotafel am nördlichen Zugangsweg zur Burg
Die Fundamente der Turmburg aus südwestlicher Blickrichtung
Eine Panoramaaufnahme des nördlichen, östlichen und südlichen Bereichs vom Zugangsweg aus gesehen

Die Burg Kleinsteinbach ist vermutlich seit dem frühen 15. Jahrhundert eine Burgruine und liegt auf dem Schlösslebuckel östlich der Pfinz und des Stadtteils Kleinsteinbach der Gemeinde Pfinztal. Die noch erhaltenen Fundamente der Turmburg haben unter Vandalismus und unnötigen „Begehungen“ sichtbar gelitten.

Geschichte

Schriftliche Aufzeichnungen über die Burg sind nicht erhalten geblieben. Angelegt wurde die Turmburg vermutlich im 12. Jahrhundert und war mit einem Wall und Graben zum ansteigenden Hang in nördlicher und östlicher Richtung gesichert. Der Zugang zur Burg erfolgte aus nördlicher Richtung über einen Weg, über den die Ruine immer noch zugänglich ist. Die Erbauer sind nicht mehr ermittelbar. Der ursprüngliche Turmgrundriss war quadratisch mit einer Seitenlänge von 7,5 Meter. Die Mauerstärke betrug 1,8 Meter.

Der Turm wurde später deutlich vergrößert. Möglicherweise war eine Beschädigung des Turms der Grund für den Ausbau. Die noch heute erhaltene Seitenlänge betrug nach dem Ausbau 10,5 Meter bei einer Mauerstärke von drei Meter im unteren Bereich. Die Mauerstärke dürfte sich in den Obergeschossen deutlich reduziert haben. Über die Höhe des Turms kann keine Aussage mehr getroffen werden. Mehrere Stockwerke sind aber anzunehmen.

Es wird angenommen, dass die Herren von Remchingen[1] mindestens zeitweise im Besitz der Turmburg gewesen sind. Ihr Stammsitz, eine Wasserburg in Remchingen, befand sich nur rund zwei Kilometer in südsüdöstlicher Richtung entfernt. An Stelle der ursprünglichen Wasserburg befindet sich inzwischen das Freibad von Remchingen.

Bei Ausgrabungen wurden die neuesten Funde um das Jahr 1400 gefunden, weshalb angenommen wird, dass die Burg Anfang des 15. Jahrhunderts zerstört oder aufgegeben wurde.

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Bilder

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Herren von Remchingen“