Peter Strasser

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Peter Strasser (* 1. April 1876 in Hannover; † 5. August 1918) war ein Marineoffizier im Ersten Weltkrieg.

Leben und Wirken

In Hannover als Sohn des Mitinhabers der in Bruchsal ansässigen Kalkwerke Strasser und Federbusch geboren, wurde Strasser zur Schulausbildung nach Bruchsal geschickt. Sein Wohnhaus befand sich in der Bahnhofstraße 7. Als Fregattenkapitän wurde er beauftragt, eine Zeppelin-Luftwaffe zu schaffen. Strasser baute eine 7.000 Mann starke Truppe auf, die auf über zwölf Stützpunkten verteilt war. Primäre Aufgabe der Flotte war der Abwurf von Bomben über den Britischen Inseln. Von einem solchen Einsatz zurückkehrend, wurde ein Zeppelin mit Strasser an Bord in der Nacht vom 5. auf den 6. August 1918 über der Nordsee angegriffen und stürzte ab.

Ehrungen / Kontroverse

Strasser wurde noch in der Zeit nach 1945 als lokale Größe verehrt. So zwischen 1927 und 1938 wurde eine bis dahin namenlose Grünanlage in unmittelbarer Nähe seines Wohnhauses nach ihm benannt: die Peter-Strasser-Anlage. Später tauchten Dokumente auf, die den Schluss nahelegten, dass Strasser überzeugter Antisemit war, weswegen der Bruchsaler Gemeinderat beschloss den Platz, der seinen Namen trug, in Europaplatz umzubenennen.

Literatur

  • Kapitel Das Fanal des Peter Strasser (= Seiten 9 ff.) in: „Als der Himmel Feuer spie: der Luftkrieg über Kraichgau, Hardt und Bruhrain“ von Peter Huber, 1. Auflage, Karlsdorf-Neuthard 1996 [Standortnummer 99 A 9592 in der BLB]

Weblinks