Burg Steinsberg

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Weiler, Anfahrt zur Ruine Steinsberg

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Blick von der Burg Ravensburg
Die Burg mit Informationsschid
SNH-Steinsberg-03.jpg

Die Burg Steinsberg ist ein Ausflugsziel im Kraichgau. Die Burg liegt auf dem namensgebenden Steinsberg zwischen der Kernstadt Sinsheim und dem Sinsheimer Stadtteil Weiler im Rhein-Neckar-Kreis.

Die Burg wurde schon früh „Kompass uff den Kraichgau“ genannt, da sie weithin sichtbar ist.

Geschichte

1109 wurden die Eigentümer der Burg erstmals erwähnt. Der Dichter Spervogel besang sie Mitte des 12. Jahrhunderts.

Um das Jahr 1180 ging die Burg vollständig in das Eigentum der Grafen von Oettingen über. Diese haben den Bergfried und die Burgmauer zwischen 1225 und 1250 errichten lassen. Aus jener Zeit sind zahlreiche Steinmetzzeichen erhalten geblieben, die mit denen staufischer Bauten in Italien vergleichbar sind. Die Staufer stellten zu jener Zeit die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Ab 1307 waren die Pfalzgrafen im Besitz der Burganlage.

Im Jahr 1436 wurde der innere Zwinger sowie der Palas mit Kemenate, das waren beheizbare Räumlichkeiten, fertiggestellt.

Hans Hippolyt und Ludwig von Venningen erwarben 1517 die Burg.

Wie viele andere Anlagen wurde auch die Burg Steinsberg im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt. Dies geschah durch den „Kraichgauer Haufen“, der vom Pfarrer Anton Eisenhut angeführt wurde. Nach nur zwei Jahren wurde die Burg mit Hilfe von Strafgeldern, welche die Bauern zahlen mussten, wieder aufgebaut.

Im 30-jährigen Krieg kam es immer wieder zu Besitzwechseln.

Im Jahr 1777 war die Burg im Besitz der Herren von Venningen, welche die Burg aber nach einem Blitzeinschlag endgültig aufgaben. Damit setzte der laufende Verfall der Burg ein.

Die Stadt Sinsheim erwarb 1973 die Burg und rettete sie so vor dem völligen Verfall durch umfangreiche Mittel zur Sicherung und Sanierung der Burg.

Geologie

Der Steinsberg ist - wie der Katzenbuckel im Odenwald - Zeuge vulkanischer Tätigkeit zur Zeit der Wende zwischen Kreide und Tertiär. Er besteht aus Nephelinbasalt. Der feste Basalt bildet die Spitze des Berges, auf dem die Burg sitzt. Um den Berg herum zieht sich eine Zone von Basalttuff. Der Berg ist als schützenswertes Naturdenkmal ausgewiesen.

Umgebung

Wenige Schritte von der Burg entfernt steht ein Kriegerdenkmal und die Annakapelle.

Vom Turm des Burg hat man einen weiten Rundumblick bis zum Pfälzer Wald im Westen, über den Kraichgau, mit der Burg Ravensburg, und Stromberg im Süden und Osten.

Im Norden ist das Gelände des Auto- und Technikmuseums Sinsheim mit IMAX und den beiden Überschallflugzeugen, Concorde und Tupolev TU-144, zu sehen.

In südwestlicher Richtung kann bei guten Sichtbedingungen und einem Fernglas der rund 37 km entfernte Turmberg gesehen werden.

Gastronomie

In der Burg ist ein Restaurant:

Burg-Restaurant "Steinsberg"
74889 Sinsheim-Weiler
Inhaber: Ingo Breitbach
Telefon: (0 72 61) 6 52 66
Telefax: (0 72 61) 1 37 77

Dieser Ort im Stadtplan:

Führungen

Anmeldungen zu Führungen (ab 10 Personen) nimmt das Stadtmuseum Sinsheim entgegen.

Stadtmuseum Sinsheim
Telefon: (0 72 61) 40 49 50

Veranstaltungen

Auf der Burg finden regelmäßig Burgfestspiele, Theateraufführungen und das Steinsberg-Festival statt.

Weblinks