Rudolf Steiner

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Familiengrab der Steiners

Herrmann Rudolf Steiner (* 18. Januar 1869 in Helmsheim; † 16. November 1928 ebenda) war Bürgermeister von Helmsheim.

Leben und Wirken

Steiner wurde im Januar 1869 als siebtes von neun Kindern des Mühlenbesitzers Joseph Anton Rudolph Steiner und dessen erster Frau Maria Brenk geboren. 1894 heiratete er die aus Ottenau stammende Mara Lina Steimer. Das Paar hatte 10 Kinder, von denen vier das Erwachsenenalter nicht erreichten. Nach dem Tod seines Vaters 1899 übernahm Rudolf Steiner dessen Mühle.

Bei der Helmsheimer Bürgermeisterwahl am 3. August 1919 setzte er sich als Kandidat der Zentrumspartei deutlich gegen seinen Konkurrenten von der SPD durch. Er geriet jedoch schnell mit den übergeordneten Behörden und der Helmsheimer Bevölkerung in Konflikt, weil er sich nach dem Tod seiner Frau im August 1920 kaum noch in Helmsheim aufhielt und seine Amtsgeschäfte sehr vernachlässigte. Von Seiten der Karlsruher SPD wurde ihm öffentlich der Rücktritt nahegelegt.

Nachdem Steiner im Februar 1922 erneut heiratete, verbesserte sich die Situation. Am 14. November 1928 starb er, schon länger dienstunfähig, an den Folgen einer Strahlenpilzerkrankung. Der Trauerzug durch den Ort nahm einen für Helmsheim ungewohnten großen Umfang an.