Gefallenendenkmal Helmsheim

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Das Denkmal vor der Schule

Das Helmsheimer Gefallenendenkmal befindet sich in der Karl-Friedrich-Straße vor der Grundschule. Es nennt die Opfer beider Weltkriege.

Geschichte

Ab 1921 kam in Helmsheim ähnlich wie in anderen Orten der Wunsch auf, ein Denkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs zu errichten. Das Geld hierfür kam durch Spenden aus der Bevölkerung und Gemeindemittel bis 1925 zusammen. Jedoch entstand ein erbitterter Streit über den Standort. Zur Debatte standen:

Auch als die Entscheidung für die dritte Option getroffen war, kam es zu unsachlichen Auseinandersetzungen um das Thema. Zu den Sachargumenten wurde angeführt, dass der Platz zu klein und der Boden ungeeignet sei, da man das Denkmal nicht sicher aufstellen könne.

Im Herbst 1930 wurde der aus Schmie bei Maulbronn stammende Bildhauer Christian Walter mit der Ausführung beauftragt, bei einem Preis von 4.000 Reichsmark. Seinen Entwurf empfand das Bezirksamt zwar als nicht gelungen, angesichts der langen Standortdiskussion wollte man jedoch keine weitere Verzögerung riskieren. Als Einweihungzeit war Juli 1931 vorgesehen. Zunächst weil der Steinbruch die Rohmaterialein nicht wie geplant lieferte, dann weil der Künstler sich nicht festlegen wollte, wurde schließlich Anfang September das Denkmal eingeweiht.

Nach dem ersten Frost zeigten sich jedoch Risse an der Soldatenfigur. Christian Walter musste sich verpflichten, unentgeltlich eine neue Figur zu schaffen und darauf zehn Jahre Garantie zu geben. Nach mehreren Verzögerungen wurde im September 1932 die neue Figur geliefert, es schloss sich ein juristischer Prozess um die Vergütung und Entschädigung an.

Im Frühjahr 1934 kam es dann zur Umsetzung an einen Platz neben der evangelischen Kirche. Dieser schien als Aufmarschort besser geeignet. Im Hinterkopf hatte man durchaus auch, dass direkt hinter dem Denkmal eine Schule geplant war.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam das Denkmal erneut in die Diskussion. Das Landesdenkmalamt Karlsruhe befand am Weihnachten 1946, der Soldat sei kämpferischer Gesinnung und bereite den Wurf einer Handgranate vor. Bürgermeister Hermann Blum (SPD) verteidigte die Darstellung als „sterbenden Soldaten mit gebrochendem Schwert.

Erneute Diskussionen gab es Ende der 1950er Jahre. Leicht versetzt, da die geplante Schule mittlerweile gebaut war, wurde erneut die Darstellung und auch die Inschriften kritisiert, außerdem der mangelde künstlerische Wert. Auch kamen Forderungen nach Versetzung auf den Friedhof auf. Ein eigens bestellter Gutachter bewertet den Standort und die Gestaltung jedoch für zeitgemäß. Bürgermeister Karl Theodor Schwedes stellte Anfang 1959 fest, dass es auch keinen alternativen Standort gebe.

Bilder

Lage

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