Emil Kimmich

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Emil Kimmich (* 18. Juni 1887 in Renfrizhausen, Württemberg; † 2. März 1950) war Dentist (nichtakademisch ausgebildeter Zahnmediziner) und Direktor des Karlsruher Lehr- und Fortbildungsinstituts für Dentisten.

Leben und Wirken

Emil Kimmich war das erste Kind des Steinbruchbesitzers August Kimmich und seiner Frau Dorothea. Mit 11 Jahren verlor er seinen Vater. Seine Ausbildung zum Dentisten machte er in Göppingen. 1908 kam er als Praxisleiter für einen verstorbenen Kollegen nach Karlsruhe. Ein Jahr später erwarb er diese Praxis. 1914 wurde er zum Heeresdienst eingezogen. 1915 heiratete er seine Berufskollegin Marie-Luise Melber, die während seines Einsatzes an der Front die Praxis alleine weiterführte. Das Ehepaar bekam zwei Söhne, Werner Kimmich (1919–1983) wurde ebenfalls Zahnarzt; der ältere jedoch starb im Alter von 21 Jahren bei einem Unglücksfall.

Nach dem Krieg sorgte er sich um die Ausbildung des Nachwuchses in seinem Beruf: 1920 konnte er endlich mit Hilfe badischer Dentisten und des Reichsverbands Deutscher Dentisten das Dentistische Institut in der Karlsruher Steinstraße gründen. Er wurde zum Direktor des Instituts bestimmt. 1929 zog das Institut in die Sophienstraße, 1950 wurde Walther Engel sein Nachfolger als Direktor.

1926 wurde er erster Vorsitzender des Reichsverbands Deutscher Dentisten. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten gezwungen, dieses Amt niederzulegen.

1948 und 1949 war er schwer krank, erholte sich aber recht gut davon. Am 28. Januar 1950 erlitt er einen Schlaganfall, während er beruflich unterwegs war; ein weiterer folgte. Kimmich starb einige Tage später mit 63 Jahren.

Ehrungen

  • Ehrenbürger von Renfrizhausen
  • Ehrenpräsident des Verbandes Deutscher Dentisten

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