Benutzer:Cornelia Vogel/Baden-Werk/Jubiläumsprogrammheft2

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Vorbemerkung

Stadtwiki-Version

Das komplette Jubiläumsprogrammheft gibt es als Datei:Baden-Werk-Jubiläumsprogrammheft2.pdf, die Texte hier mit der Genehmigung, die Inhalte für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, bitte um Nennung meiner Kontaktdaten.

200 Jahre Baden

Freiheit verbindet
Jubiläumsprogramm
2. Halbjahr 2006
Ein Kooperationsprojekt von
www.baden-werk.de
Landesvereinigung Baden in Europa, wirkstatt, Stadt Karlsruhe
Projektmanagement 
projektART
Design 
VIEW AND DO

Inhalt

  • Inhalt
  • Grußworte
  • Das Jubiläumsprojekt
    • Gesamtkonzeption
    • Historische Grundlagen
  • Geschichte und Visionen
    • Themenabende – Herbstzyklus 2006
  • Jubiläumsprogramm
  • Kunst und Kultur
    • Badische Woche
    • Sehnsucht nach Heimat
    • Badische Literatur 1806–2006
    • 200 Jahre Baden – Hafentag
    • 200 Jahre Baden – Großer Festakt
  • Reisen und Entdeckungen
    • Der Baden-Express
  • Kunst und Kultur
    • Badische Literatur 1806 – 2006
    • Baden und das Jahr 1806 – Szenische Lesung
  • Die Partner
  • Impressum

Grußworte

Wiege der Demokratie und Residenz des Rechts

In diesem Jahr feiern wir die 200. Wiederkehr der Erhebung der ehemaligen Markgrafschaft und des kurzzeitigen Kurfürstentums Baden zum Großherzogtum. Zu diesem Jubiläum haben die Landesvereinigung Baden in Europa und der Kulturverein wirkstatt e.V. sowie die Stadt Karlsruhe unter dem Leitgedanken 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet ein interessantes Programm mit Veranstaltungen in ganz Baden konzipiert. Gerne habe ich als Oberbürgermeister der badischen Metropole darüber die Schirmherrschaft übernommen. Auch wenn das neue Großherzogtum ebenso wie die Königreiche Württemberg und Bayern unter dem maßgeblichen Einfluss des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte auf die deutsche Politik jener Zeit entstanden sind, haben sich Baden und Württemberg im Wesentlichen bis heute in dieser Form erhalten und bilden seit 1952 den so genannten Südweststaat. Baden-Württemberg gilt als gelungenes Modell deutscher Möglichkeiten. Wir Badener im Allgemeinen und Karlsruher im Besonderen nehmen mit Recht für uns in Anspruch, dazu aufgrund unserer langen freiheitlichen Tradition als „Wiege der Demokratie“ und „Residenz des Rechts“ einen wesentlichen Beitrag geleistet zu haben. In diesen beiden Begriffen spiegeln sich auch Entwicklungen wider, die mit Baden und seiner ehemaligen Landeshauptstadt Karlsruhe eng verbunden sind. Denn aus dem Großherzogtum Baden und der Fächerstadt kamen entscheidende Impulse zur politischen Kultur und zum Parlamentarismus bereits im

19. Jahrhundert. Und seit über 50 Jahren steht Karlsruhe durch die Hohen Gerichte als Synonym für den modernen Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland. Das vorliegende Jubiläumsprogrammheft bringt den interessierten Leserinnen und Lesern die Gesamtkonzeption und die Inhalte der einzelnen Veranstaltungen zum Jubiläumsprojekt 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet näher und leistet somit einen Beitrag zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit der wechselvollen Geschichte und reichen Tradition Badens. Den Jubiläumsveranstaltungen wünsche ich eine gute Resonanz und einen harmonischen Verlauf.

Heinz Fenrich, Oberbürgermeister Stadt Karlsruhe

Freiheit verbindet

Kann ein Südhesse bekennender Badener sein? Er kann. Und er darf in Ba- den sogar, weil er ja kein Schwabe ist (Achtung: Ironie!). Ich bekenne mich dazu, das obige Motto unserer Veranstaltungen rund um 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet mit erdacht und gefördert zu haben, weil es die wunderbare und in Deutschland leider so seltene demokratische Tradition ist, die mir als Odenwälder an den Badenern immer so imponiert hat. „Baden ist die Heimat des Liberalismus. Dieses kleine Herzogtum bietet alle Voraussetzungen dafür, ein ‚Musterländle‘ nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa zu werden“, schrieb Sebastian Haffner so treffend in seinem amerikanischen Exil im Jahr 1940, als in Deutschland noch (und wieder) finsterstes politisches Mittelalter herrschte. Wenn es ein Land in Deutschland gibt, das auf zarte demokratische Wurzeln stolz sein darf, dann ist es Baden als Beispiel für die gesamte Republik. Daran sollten wir erinnern, gerade in der ehemaligen Hauptstadt dieses Musterlandes. Wir blicken zurück auf die große beispielhafte Ver- fassung des 19. Jahrhunderts, das erste deutsche Parlamentsgebäude, das erste deutsche Verwaltungsgericht, die frühe Gleichstellung der Juden und das erste deutsche Mädchengymnasium, um nur die schönsten Beispiele zu nennen. Und natürlich die Badische Revolution 1848/49, die stolze, leider noch vergebliche Erhebung freier Bürger gegen den Untertanengeist. Es ist wahr – Deutschland muss auf dunkle Zeiten zurückblicken und darf sie nicht vergessen. Genauso wenig dürfen wir aber die großen Zeiten des Bürgertums und die Wurzeln unserer Demokratie in Vergessenheit geraten lassen. Daran erinnern wir, hier in unserem Vielvölker-Schmelztiegel am Oberrhein, der sogar Odenwälder integriert und zum Wohlfühlen einlädt…

Ullrich Eidenmüller, Bürgermeister, Kulturdezernent

Gesamtkonzeption

200 Jahre Baden – Freiheit verbindet

Geschichte entdecken, Visionen entwickeln, Kunst und Kultur erleben – Baden feiert ein bedeutendes Jubiläumsjahr.

Der Besuch von Napoleon Bonaparte im Karlsruher Schloss und der Beitritt zum Rheinbund im Jahre 1806 legten den Grundstein für das Großherzogtum Baden. Freiheit, Gleichheit und Eigentum prägten fortan die Entwicklung des vom Main bis zum Bodensee reichenden Landes. Dieser freiheitlich-liberale Grundgedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Gesamt- projekt 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet und durch die drei Themenfelder:

  • Geschichte und Visionen
  • Reisen und Entdeckungen
  • Kunst und Kultur

Ausstellungen, Konzerte, Baden-Salon für Philatelie und Kul- turgeschichte, Themenabende, Landestreffen der Bürgerwehren mit historischem Festumzug, Baden-Express und die Badische Woche in Karlsruhe lassen die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung für ein breites Zielpublikum aus dem Südwesten Deutschlands, dem Elsass und der Nordschweiz lebendig wer- den. Dieses geschichtlich-kulturelle Ereignis setzt neue Impulse in der Region und wirkt über die Grenzen und das Jubiläumsjahr hinaus. Eine Filmdokumentation und die Herausgabe eines Be- gleitbuches ergänzen die von der wirkstatt e.V. in Kooperation mit der Landesvereinigung Baden in Europa e.V. und der Stadt Karlsruhe initiierten Veranstaltungsreihen.

Geschichte

Historische Grundlagen

20. Januar 1806: Napoleon Bonaparte ist im Karlsruher Schloss zu Gast und vermittelt die Heirat seiner Adoptivtochter Stephanie Beauharnais mit dem Erbprinzen Karl von Baden. Nur wenige Monate später erhält Europa durch den französischen Kaiser eine neue Ordnung, am 12. Juli 1806 entsteht das Großherzogtum Baden. Neben dem 1810 eingeführten „Code Civil“ als Badisches Landrecht erhält Baden 1818 die liberalste Verfassung Deutschlands. Das erste Parlamentsgebäude entsteht ebenfalls in Baden. Der freiheitlich-liberale Grundgedanke und der Wille zu einer demokratischen Regierung beherrschen die Badische Revolution 1848/1849. Zahlreiche wirtschaftliche und wissenschaftliche Errungenschaften begründen das „Musterland“: Bahnlinien, Telegrafenleitungen, Rheinkorrektur und die Eröffnung der Rheinhäfen in Mannheim, Karlsruhe und Kehl schaffen eine hervorragende Infrastruktur. Nach dem 2. Weltkrieg legt die amerikanische Besatzungsmacht 1946 Nordbaden und Nordwürttemberg zu einem neuen Land zusammen, die französischen Alliierten erklären Südbaden zum selbständigen Land mit eigener Regierung. Das Ergebnis der Volksabstimmung am 9. Dezember 1951 schafft die Grundlage für die Bildung von Baden-Württemberg als Bundesland. Die zweite Volksabstimmung 1970 bestätigt diese Entscheidung. Nicht nur die anerkennende Bezeichnung „Musterland“ – bis heute ein feststehender Begriff – brachte Baden in das gemeinsame Bundesland ein, sondern auch den freiheitlich-liberalen Grundgedanken und eine besondere LebensART.

Herbstzyklus 2006 in Karlsruhe

Themenabende

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei

Do 14. September
Dr. jur. Reiner Haehling von Lanzenauer
Das badische Landrecht und das badische Rechtswesen im 19. Jahrhundert
Badische Landesbibliothek, Vortragssaal, Erbprinzenstraße 15
Do 28. September
Dr. Peter Michael Ehrle, Karlsruhe
Vom markgräflichen Sammeleifer zur staatlichen Erwerbungspolitik.
Zur Geschichte der Badischen Landesbibliothek
Badische Landesbibliothek, Vortragssaal, Erbprinzenstraße 15
Do 12. Oktober
Hofrat Dr. Karl Trauner, Wien
Das Großherzogtum Baden im Spiegel von Gesandtschaftsberichten
Badische Landesbibliothek, Vortragssaal, Erbprinzenstraße 15
Do 19. Oktober
Prof. Dr. Harm-Hinrich Brandt, Würzburg
Badens Beitrag zur Bismarck’schen Reichsgründung
Stadtbibliothek, Ständehaussaal, Ständehausstraße 2
Do 26. Oktober
Dr. Clemens Rehm, Stuttgart
Fremd im neuen Haus – Katholiken in Baden
Stadtbibliothek, Ständehaussaal, Ständehausstraße 2
Do 2. November
Prof. Dr. Kollmer von Oheimb-Loup, Stuttgart
Wirtschaftliche Folgen der Säkularisierung. Klosterfabriken in Baden und in Württemberg.
Stadtbibliothek, Ständehaussaal, Ständehausstraße 2
Do 16. November
Dr. Hans Georg Merz, Freiburg
Badische politische Köpfe im 20. Jahrhundert
Stadtbibliothek, Ständehaussaal, Ständehausstraße 2
Do 23. November
Prof. Dr. Paul-Ludwig Weinacht, Würzburg
Baden nach dem II. Weltkrieg.
Politik zwischen Freiburg und Karlsruhe
Stadtbibliothek, Ständehaussaal, Ständehausstraße 2
Do 30. November
Prof. Robert Mürb, Karlsruhe
Badische Interessen in Baden-Württemberg
Stadtbibliothek, Ständehaussaal, Ständehausstraße 2

Veranstalter

Landesvereinigung Baden in Europa e.V. in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein, Badische Heimat, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg/Außenstellen Heidelberg und Freiburg, www.lv-baden.de

Jubiläumsprogramm

200 Jahre Baden – Freiheit verbindet

SEPTEMBER

Rastatt • bis So 29.10.
Sonderausstellung – „Der Preis der neuen Kronen. Württemberg und Baden als Vasallen Napoleons – Der Rheinbund von 1806“
Wehrgeschichtliches Museum Rastatt,
www.wgm-rastatt.de
Karlsruhe • Sa 2.9.
Baden-Express 2 – Nordroute 10.26 Uhr, ab Marktplatz Karlsruhe
Bühl • So 10.9.
Festumzug – „200 Jahre Baden“
anlässlich des traditionellen Zwetschgenfestes, Fr 8.9. - Mo 11.9.
Altlußheim • So 10.9.
„200 Jahre Baden – Tag des offenen Denkmals“
www.altlussheim.de
Karlsruhe • Do 14.9.
Vortrag – „Das badische Landrecht und das bad. Rechtswesen im 19. Jht.“
Dr. jur. R. Haehling von Lanzenauer,
19.30 Uhr, Bad. Landesbibliothek
Altlußheim • So 17.9.
„200 Jahre Baden – Oldtimer-Parade“
Karlsruhe • Mi 20.9.
Sehnsucht nach Heimat – Lesung, Vortrag, Gesprächsabend mit Jürgen Fliege, 20.00 Uhr, Waldorfschule
Karlsruhe • Do 21.9.
Badische Literatur 1806 bis 2006,
Ausstellungseröffnung, 19.00 Uhr,
Museum für Literatur am Oberrhein, PrinzMaxPalais
Karlsruhe • Fr 22.9.
Badische LebensART – Musik, Erzählungen und badische Küche am Friedrichsplatz, ab 14.00 Uhr
Karlsruhe • Sa 23.9.
200 Jahre Baden – Hafentag
Infos, Hafenrundfahrten ab 11.00 Uhr, Hafenabend mit Konzert des Luftwaffenmusikkorps 2, 19.00 Uhr
Rheinhafen, Werftstraße
Karlsruhe • So 24.9.
200 jahre Baden – Großer Festakt
11.00 Uhr, Badisches Staatstheater
Restkarten erhältlich
Karlsruhe • So 24.9.
Fürst und Sänger
Konzertante Aufführung der Oper von Felix Mottl mit Klavier, 19.00 Uhr,
Badisches Staatstheater
Bruchsal • So 24.9.
Sonderführung – „Krone wider Willen. Großherzogtum: Endlich groß! Oder...?“ 14.30 Uhr, Schloss,
Anmeldung erforderlich unter: Tel.: 07251 / 74-26 61, www.schloesser-und-gaerten.de
Karlsruhe • Mo 25.9.
Musikalische Aufführung – „Badische Freiheit“ von Hans Orterer
Großes Blasorchester, Fanfarenzug, Spielmannszug, Chöre
Gesamtleitung Oliver Grote.
Im Rahmen des „musikalischen Oktoberfestes“ (22. – 25.09.2006).
19.00 Uhr, Daxlanden, Festplatz, www.musikverein-daxlanden.de
Karlsruhe • Do 28.9.
Vortrag – „Vom markgräflichen Sammeleifer zur staatlichen Erwerbungspolitik. Zur Geschichte der Badischen Landesbibliothek“
Dr. Peter Michael Ehrle, 19.30 Uhr, Badische Landesbibliothek, Vortragssaal
Karlsruhe • Sa 30.9.
Baden-Express 1 – Südroute
Infos unter www.baden-werk.de

OKTOBER

Karlsruhe • bis So 7.1.2007
Badische Literatur 1806 bis 2006 Ausstellung, Museum für Literatur am Oberrhein, PrinzMaxPalais
Rastatt • bis So 29.10.
„Der Preis der neuen Kronen. Württemberg und Baden als Vasallen Napoleons – Der Rheinbund von 1806“
Wehrgeschichtliches Museum Rastatt
Karlsruhe • Do 12.10.
Vortrag – „Das Großherzogtum Baden 1870–1918 im Spiegel von Gesandtschaftsberichten“
Hofrat Dr. Karl Trauner, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal
Karlsruhe • Do 19.10.
Vortrag – „Badens Beitrag zur Bismarck’schen Reichsgründung“
Prof. Dr. Harm-Hinrich Brandt
19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal
Karlsruhe • Sa 21.10.
LebensART – TonART – BadenART
Kulinarische Highlights aus Baden serviert in edler Majolika-Keramik
19.00 Uhr, Staatliche Majolika
Manufaktur, Event-Atelier
Tel.: 0721 / 912 37 70, www.majolika-karlsruhe.com
Karlsruhe • Di 24.10.
Vortrag – „Julius Federer, rechtshistoriker und Verfassungsrichter 1911 – 1984“
Prof. Dr. Alexander Hollerbach,
19.30 Uhr, Bad. Landesbibliothek
Karlsruhe • Do 26.10.
Vortrag – „Fremd im neuen Haus – Katholiken in Baden“
Dr. Clemens Rehm, Stuttgart
19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal

NOVEMBER

Karlsruhe • bis So 7.1.2007
Badische Literatur 1806 bis 2006
Ausstellung, Museum für Literatur am Oberrhein, PrinzMaxPalais
Karlsruhe • Mi 1.11.
Baden und das Jahr 1806
Szenische Lesung aus originalen Geschichtsquellen
20.00 Uhr Badisches Staatstheater
Rastatt • Mi 1.11.
„Ganz apart – Bonaparte. Napoleon Bonaparte – Vom einfachen Offizier zum Kaiser der Franzosen“.
14.30 Uhr, Schloss, Anmeldung erforderlich: Tel.: 07222 / 93 41 70,
Karlsruhe • Do 2.11.
Vortrag – „Wirtschaftliche Folgen der Säkularisierung. Klosterfabriken in baden und in Württemberg“
Prof. Dr. Kollmer von Oheimb-Loup,
Stuttgart, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal
Rastatt • So 12.11.
Sonderführung – „Der Ahnensaal – Ein Blick in die Geschichte Badens und das Schicksal bad. Regenten“.
14.30 Uhr, Schloss
Anmeldung erforderlich unter: Tel.: 07222 / 93 41 70, www.schloesser-und-gaerten.de
Karlsruhe • Do 16.11.
Vortrag – „Badische politische Köpfe im 20. Jahrhundert“
Dr. Hans Georg Merz, Freiburg
19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal
Karlsruhe • Do 23.11.
Vortrag – „Baden nach dem II. Weltkrieg. Politik zwischen Freiburg und Karlsruhe“
Prof. Dr. Paul-Ludwig Weinacht
19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal
Karlsruhe • Do 30.11.
Vortrag – „Badische Interessen in Baden-Württemberg“
Prof. Robert Mürb
19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Ständehaussaal

Anmerkungen

Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläumsprojektes 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet sind mit dem Logo des Jubiläumsprojektes gekennzeichnet. Die weiteren Veranstaltungen wurden uns freundlicherweise zur Veröffentlichung gemeldet.

Jahresprogramm Stand: 21.08.2006

Badische Woche

vom 20. bis 24. September 2006

Dichter, Denker und Erzähler, Film und Musik, technische und wissenschaftliche Erfindungen, neue Transportwege – Baden hat hier Herausragendes zu bieten. Zur „Badischen Woche“ vom 20. bis 24. September 2006 laden die Projektpartner im Jubiläumsjahr zum Kennenlernen der vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten in die ehemalige Residenzstadt ein.

Die Badische Woche im Überblick

Mi 20. September
20.00 Uhr
Lesung, Vortrag
Sehnsucht nach Heimat
Lesung, Vortrag und Gesprächsabend mit Jürgen Fliege,
Waldorfschule Karlsruhe
Do 21. September
19.00 Uhr Feierliche Ausstellungseröffnung
Badische Literatur 1806 bis 2006
Ausstellung vom 21.09.2006 bis 07.01.2007, Museum für Literatur am Oberrhein, PrinzMaxPalais
Fr 22. September
ab 14.00 Uhr
Festprogramm
Badische LebensART
Musik, Film, Erzählungen und Badische Küche am Friedrichsplatz
Sa 23. September
ab 11.00 Uhr Festprogramm
200 Jahre Baden – Der Hafentag
Informationen, Hafenrundfahrten
19.00 Uhr Hafenkonzert mit den Luftwaffenmusikkorps 2
Rheinhafen Karlsruhe, Werftstrasse
So 24. September
11.00 Uhr Festakt
200 Jahre Baden – Großer Festakt
Grußworte, Festrede, Musikprogramm, Empfang
Badisches Staatstheater
LebensArt
Jetzt heißt es:
Genießen! Mit badischer Küche, badischen Weinen und dem „rot-goldenen Festbier“.

Sehnsucht nach Heimat

Mi 20. September, 20.00 Uhr,
Waldorfschule Karlsruhe, Königsberger Str. 35a
Eintritt EUR 8,--, Kartenvorverkauf ab 01.09. bei Buchkaiser Karlsruhe

Jürgen Fliege, Deutschlands bekanntester Pfarrer, kennt die Menschen und ihre Sehnsüchte. er weiß, das das Wort Heimat in dieser Zeit der Verunsicherung für viele neue Bedeutung gewinnt. In seinem Vortrag und in direktem Gespräch nimmt er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine wohltuende Reise zu ihren Wurzeln, dorthin, wo sie Geborgenheit und Halt finden. Einfühlsam und nachdenklich erzählt der Erfolgsautor Begebenheiten von ganz normalen Menschen, von menschlichen Schwächen, Wünschen und Schicksalen. Er zeigt, wo jeder Einzelne verwurzelt ist, wo er lebensfreude und Heimat erleben kann: in der eigenen Geschichte, in der Natur, in der Gemeinschaft, den Traditionen, im Glauben und in der tröstenden kraft einer anderen Wirklichkeit.

Jürgen Fliege, geboren 1947, ist Deutschlands bekanntester evangelischer Pfarrer. Mit der Talkshow FLIEGE im Ersten Deutschen Fernsehen (1994 bis 2005) erreichte er täglich ein Millionenpublikum. Seine Fans schätzen seine einfühlsame und alltagsnahe Art der Lebenshilfe ebenso wie seinen Mut, auch unbequeme Wahrheiten beim Namen zu nennen. www.juergen-fliege.de

Badische Woche

Fr 22. September, ab 14.00 Uhr,
Friedrichsplatz
Badische LebensART
Sa 23. September, ab 11.00 Uhr,
Städtische Rheinhäfen, Werftstraße
2oo Jahre Baden – Der Hafentag
Mit den KVVH als Projektpartner entstand im Jubiläumsjahr
Der Hafentag am 23. September.
Informationen über die Geschichte und Bedeutung des Rheinhafens für die Region Baden, Hafenrundfahrten sowie ein Hafenabend bilden die Höhepunkte für alle interessierten Besucherinnen und Besucher.
Das Jubiläumskonzert ‚200 Jahre Baden‘ des Luftwaffenmusikkorps 2 um 19.00 Uhr auf der Bühne im Hafenbecken an

der Werftstrasse runden diesen besonderen Tag im Jubiläumsprogramm ab.

Ein Kooperationsprojekt mit: „Rheinhäfen Karlsruhe“

200 Jahre Baden – Großer Festakt

So 24. September, 11.00 Uhr,
Badisches Staatstheater
200 Jahre Baden – Großer Festakt
Grußworte
Ministerpräsident Günther H. Oettinger,
Oberbürgermeister Heinz Fenrich
S.K.H. Bernhard Erbprinz von Baden
Festrede
Professor Dr. Wolfgang Jäger, Universität Freiburg
Musikalische Umrahmung
Badische Staatskapelle unter Leitung von Generalmusikdirektor Anthony Bramall
Weitere Mitwirkende
Historischen Bürgerwehren Bretten und Karlsruhe
Spielmannszug der historischen Bürgerwehr Bretten
Empfang:
Im Anschluss an den offiziellen Teil im Foyer des Badischen Staatstheaters

Baden-Express

Der Baden-Express, ein ganz besonderes Projekt im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet, dem Kooperationsprojekt der wirkstatt e.V., der LV-Baden und der Stadt Karlsruhe. Zusammen mit dem Karlsruher Ver- kehrsverbund konzipierte das Projektteam zwei exklusive Ta- gesfahrten auf Badischen Spuren.

Baden-Express 1

Wiederholungsfahrt am Samstag, 30.September 2006

Vom Hauptbahnhof der ehemaligen Residenzstadt starten drei moderne Bistrowagen des KVV in Richtung Bodensee. Erster Stopp wird Villingen sein. Dort erwartet die Reisenden eine interessante Stadtführung auf ‚badischen Spuren‘. Weiter geht die Fahrt nach Radolfzell am Bodensee. Logisch, bei dieser ganz besonderen Jubiläumsfahrt darf eine kleine badische Schifffahrt, die nach Konstanz führt, nicht fehlen. Am Abend können die Fahrgäste dann wieder bequem in die Karlsruher S-Bahn einsteigen. Da Reisen hungrig macht und die Rückfahrt in Gengenbach vorbeiführen wird, liegt ein original ‚Schwarzwälder Vesper‘ quasi am Weg. Um ca. 23.00 Uhr rollt der Baden-Express wieder im Hauptbahnhof Karlsruhe ein. Die Fahrkarten für den Baden-Express 1 sind auf 150 Stück limitiert.

Preis
EUR 39,-- inklusive Hin- und Rückfahrt, kulturelles Rahmenprgramm und Bodenseeschifffahrt
Kartenreservierungen
wirkstatt e.V., Telefon: 0721/37 80 76
Kartenvorverkauf
in den KVV-Kundenzentren am Marktplatz und Hauptbahnhof

Baden-Express 2

Samstag, 2. September 2006

Auf der zweiten Fahrt erkunden wir den nördlichen Teil Badens. Startpunkt ist der Karlsruher Marktplatz. Als erstes Etappenziel steuern wir Bretten an. In der Melanchthonstadt mit ihrem mittelalterlichen Flair erwartet uns ein kurzer Stadtrundgang. Von Bretten aus geht es weiter durch die reizvolle Landschaft des Kraichgaus in die Stadt Eberbach und danach nach Weinheim. In beiden Städten bleibt genug Zeit, die historischen Altstädte auf eigene Faust zu erkunden. Der eigentliche Höhepunkt liegt aber noch vor uns – in Heidelberg: hier erwartet uns die MS

Europa zu einer Neckarschifffahrt der besonderen Art - mit einem großen Feuerwerk über der beeindruckenden Kulisse der Heidelberger Altstadt. Von Heidelberg aus bringt uns der Baden-Express schließlich zurück nach Karlsruhe. Die Karten sind auch bei dieser Fahrt auf 150 Stück limitiert.

Preis
EUR 35,-- inklusive Rundfahrt, kulturelles Rahmenprgramm

und Neckarschifffahrt

Kartenvorverkauf
in den KVV-Kundenzentren am Marktplatz und Hauptbahnhof

Kunst und Kultur

Kabinett-Ausstellung

200 Jahre Badische Literatur: 1806 – 2006

200 Jahre Badische Literaturgeschichte - von 1806 bis in die Gegenwart - wird in der Kabinettausstellung des Mu- seums für Literatur am Oberrhein exemplarisch dokumentiert von der Klassik bis zur Jahrhundertwende und von der Avantgarde bis in die Gegenwart.

Die Vielfalt der oberrheinischen Literaturgeschichte wird an Leben und Werk von Johann Peter Hebel (1760-1826), Caroline von Günderode (1780-1806), Joseph Victor von Scheffel (1826-1886), Berthold Auerbach (1812-1882), Heinrich Hansjakob (1837-1916), Gustav Landauer (1870-1919), Carl Einstein (1885-1940), Alfred Mombert (1872-1942), René Schickele (1883-1940), Reinhold Schneider (1903-1958), Rainer Maria Gerhardt (1927-1954), Marie-Luise Kaschnitz (1901-1974), Walter Helmut Fritz (geb. 1929), Patrick Roth (geb. 1953) und Jagoda Marinic (geb. 1977) greifbar und zugleich damit die Frage beantwortet, was „anders“ ist in der badischen Literatur. Denn insbesondere für das neunzehnte Jahrhundert gilt, daß die badische Literatur durch Anstöße von außen bereichert worden ist, wie beispielsweise die Heidelberger Romantik illustriert. Deren von Achim von Arnim und Clemens Brentano verfasste Pro- grammschrift „Des Knaben Wunderhorn“ erschien mit der Jahreszahl 1806 im Impressum, wurde allerdings bereits ein Jahr zuvor ausgeliefert. Die Literatur der demokratischen Bewegung 1848, die Gegenströmung zur Moderne, die Literatur der Avantgarde, die Literatur nach 1945 bis in die aktuelle Literatur des 21. Jahrhunderts werden weiter berücksichtigt. Präsentiert werden Handschriften, Briefe, Erstausgaben, Fotos und Tonaufnahmen der Autorinnen und Autoren sowie zeitgenössische Materialien, die einen spannenden Einblick in das politische und kulturelle Leben Badens geben.

Austellungseröffnung
am 21.09.2006, 19.00 Uhr
Ausstellung vom 22.09.2006 - 07.01.2007
Museum für Literatur am Oberrhein
PrinzMaxPalais,
Karlstraße 10,
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721 / 133-40 87
Öffnungszeiten
Di, Fr, So: 10.00 bis 18.00 Uhr
Do: 10.00 bis 19.00 Uhr, Sa: 14.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt frei, Weitere Informationen unter: www.literaturmuseum.de



Baden und das Jahr 1806

Szenische Lesung aus originalen Geschichtsquellen
Baden und das Jahr 1806
„Reiche und Titel sieht man wie chinesische Schattenspiele vorüberwandeln“
Mi., 1.11., 11.00 Uhr und Mo., 27.11. 2006, jeweils um 20.00 Uhr im Schauspielhaus des Badischen Staatstheaters – in Kooperation mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg – Generallandesarchiv Karlsruhe

1806 entstand aus den Trümmern des in Auflösung begriffenen Alten Reiches das moderne Baden als souveräner Staat. Dieser Umbruch vollzog sich unter teilweise dramatischen Umständen. Die Ereignisse jener Monate sind unmittelbar nachzuerleben aus authentischen Geschichtsquellen, deren Texte auf der Bühne ge- sprochen werden. Es handelt sich um private und diplomatische Korrespondenz, die zwischen Paris, St. Petersburg, Wien und Karlsruhe gewechselt wurde, ferner um Denkschriften und amtliche Verlautbarungen.

Badisches Staatstheater Karlsruhe
Baumeisterstraße 11, 76137 Karlsruhe
Telefon Tageskasse: 0721 / 933 333, Eintritt: EUR 10,--/ 5,--

Die Partner

Für die Planung, Koordination und Umsetzung haben sich drei Institutionen als Kooperationspartner zusammengeschlossen:

Forum für Erlebenskunst wirkstatt e.V.,
vertreten durch Manfred Bögle, 1. Vorsitzender und Cornelia Vogel, 2. Vorsitzende
Landesvereinigung Baden in Europa e.V.,
vertreten durch Prof. Robert Mürb, 1. Vorsitzender
und Karl Leis, Kuratoriumsvorstand
Stadt Karlsruhe,
vertreten durch Ullrich Eidenmüller, Bürgermeister und Kulturdezernent
und Dr. Rolf Fath, Kulturamt
Gesamtprojektleitung
Cornelia Vogel

Die Projekt- und Businesspartner von 200 Jahre Baden – Freiheit verbindet ermöglichen, durch interessante Projektbeiträge sowie großzügige Geld- und Sachleistungen dieses einmalige Jubiläumsprojekt inhaltlich noch vielfältiger und attraktiver werden zu lassen. Einige Projektinhalte wurden erst durch die Partnerschaften möglich. Das Land Baden-Württemberg und die Landesstiftung unterstützen dieses Projekt mit finanziellen Mitteln. Auch dafür danken wir ganz herzlich und freuen uns auf das Miteinander auch über das Jubiläumsjahr hinaus.

Cornelia Vogel, Gesamtprojektleitung

Projektpartner

Projektpartner von „200 Jahre Baden – Freiheit verbindet“

ARGE Baden im Bund Deutscher Philatelisten e.V., Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Generallandesarchiv, Landesverband der Bürgerwehren & Milizen Baden/Südhessen, Museum für Literatur am Oberrhein, Staatliche Majolika Karlsruhe, Karslruher Verkehrsverbund, KVVH Wir danken den Verantwortlichen beim Stadtarchiv Karlsruhe für die Mitarbeit bei der Recherche und Bildauswahl.

Mit finanzieller Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg

Sparkasse Karlsruhe, Moninger, Rudolf Röser AG, Modewelt Schöpf, BGV/Badische Versicherungen, R.TV LBS

Businesspartner

Businesspartner von „200 Jahre Baden – Freiheit verbindet“

Impressum

Herausgeber 
Stadt Karlsruhe, LV-Baden in Europa e.V., wirkstatt e.V. (v.i.S.d.P.)
Gesamtprojektleitung 
Cornelia Vogel
Medienleitung 
Alexander Rosenbaum und Björn Rosenbaum, VIEW AND DO
Text 
Cornelia Vogel, Dr. Rolf Fath, Björn Rosenbaum, Badisches Staatstheater,

Generallandesarchiv, Literarische Gesellschaft, Rechtshistorisches Museum,

Fotos 
ONUK Bernhard Schmitt, photocase.de, Stadtarchiv Karlsruhe, KVV
Redaktionsschluß 
21. August 2006

Für den Inhalt der Anzeigen übernimmt der Herausgeber keine Gewähr.

Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Bitte beachten Sie aktuelle Änderungen unter www.baden-werk.de