Beinhaus Schwarzach

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Kirchhofseite
Blick ins Innere

Das Schwarzacher Beinhaus ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Gebäude seines Typs, in der Region ist es das Einzige.

Beschreibung

Das rechteckige Gebäude ist 6,7 Meter breit und 9,5 Meter lang. Das Satteldach endet auf einer Höhe von 15 Metern. Im Westen weist das Gebäude Elemente des spätgotischen Baustils auf, während an der Südfassade bereits Renaissance-Elemente zu sehen sind. Untypisch für Beinhäuser im Allgemeinen, aber im Oberrheingebiet häufiger vorkommend, ist das Gebäude offen. Eine Tür und zwei große Fenster, alle mit einem Gitter versehen, aber ohne Verglasung, bietet es einen guten Blick ins Innere.

Geschichte

Das Gebäude wurde 1521/22 errichtet. Es befand sich auf dem örtlichen Friedhof und im Nordosten des damaligen Kirchhofs (Nachbargebäude war die 1804 abgerissene Pfarrkirche St. Michael). Zweck des Gebäudes war die Verwahrung der Gebeine Verstorbener, deren Liegeplatz auf dem Friedhof von anderen Verstorbenen ersetzt wurde.

1794 wurde der Friedhof an den Ortsrand verlegt, nach der zehn Jahre später vollzogenen Säkularisierung gab es keine Verwendung mehr für das baulich weitgehend unveränderte Beinhaus. Es wurde in der Folgezeit als Schulscheuer, Feuerwehrspritzenhaus und Gemeinderemise genutzt.

2001/02 erfolgte eine umfangreiche Sanierung. Dabei wurde festgestellt, dass der Dachstuhl noch aus der Zeit der Fertigstellung des Gebäudes stammte.

Lage

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