Anton Engelbrecht

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Anton Engelbrecht (* 1485 in Engen (Hegau); † 1558 in Straßburg) war ein katholischer Geistlicher.

Leben und Wirken

Engelbrecht wurde in ein begütertes Haus hineingeboren und wurde am 16. April 1520 zum Weibischof von Speyer sowie zum Titularbischof von Thermopylae ernannt. Zeitgleich trat er seine Pfarrstelle an der Bruchsaler Kirche St. Peter an. Über seinen Freund Wolfgang Capito, der mehrfach in Bruchsal weilte, kam Engelbrecht mit dem Gedankengut der Reformation in Berührung.

Gemeinsam mit seinem Sekretär Anastasius Meyer predigte Engelbrecht in der Folgezeit lutherisch, was zur Folge hatte, dass die Bruchsaler Bevölkerung sich Großteils vom Katholizismus abwandte.

Ende 1524 waren die Differenzen zwischen Engelbrecht und seinem Dienstherrn, dem Bischof von Speyer so groß, dass ihm der Entzug der Pfarrei und des Weihbischofsamts angedroht wurde. Die Bruchsaler Bevölkerung versuchte dagegen zu intervenieren, letztlich erfolglos. 1525 floh Engelbrecht nach Straßburg wo er zum Mitarbeiterstab Martin Bucers gehörte.

Um 1536 wandte er sich wieder dem Katholizismus zu und wurde zu einem Gegner Bucers. Im Gefolge des katholischen Kardinals Gropper veröffentlichte er verschiedene Schriften, um dessen Kampf gegen die Reformation zu unterstützen. Er starb 1558 an seinem Wohnort Straßburg.