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Hotel Germania

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Hotel Germania 1880
Hotel Germania Illustration
Links im Bild das Hotel Germania; in der Mitte ist im Hintergrund schwach das Großherzog-Karl-Denkmal am Rondellplatz auszumachen. Gegenüber des Hotel Germania befand sich der Malschbrunnen, der ganz rechts im Bild zu sehen ist. Davor eine öffentliche Uhr sowie eine Litfaßsäule. Im Hintergrund rechts ist über den Dächern der Turm der (evangelischen) Stadtkirche schwach erkennbar.
Aufnahme des Hotels zwischen 1924 und 1930

Das Hotel Germania war ein 1877 eröffnetes[1] Hotel in Karlsruhe und befand sich am Ettlinger Tor an der nordwestlichen Ecke der Kreuzung von Karl-Friedrich-Straße und Kriegsstraße.

Geschichte

Es wurde von 1875 bis 1876 nach Plänen des Münchener Architekten Joseph Ritter von Schmaedel (1847–1923) in der Nähe des damaligen Hauptbahnhofs erbaut und 1943 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Obwohl die gut erhaltenen Fassaden einen Wiederbaufbau möglich gemacht hätten, wurde hier zwischen 1955 und 1958 die Friedrich-List-Schule errichtet; heute steht dort das ECE-Einkaufszentrum.

Im 1898 erschienen Stadtführer „Karlsruhe“ wird das Hotel Germania erwähnt.[2]

Prominente Gäste

Am 21. Oktober 1890 weilten Engelbert Humperdinck[3], Felix Mottl sowie Cosima Wagner (die Witwe Richard Wagners) zusammen mit ihren Kinder Eva, Isolde und Siegfried im Haus.[4]

Anlässlich der Trauerfeierlichkeiten für Großherzog Friedrich I. von Baden stiegen 1907 zahlreiche auswärtige Gäste im Germania ab.[5]

Am 17. Mai 1939 traf im Hotel Germania Adolf Hitler anlässlich einer "Westwall"-Besichtigung mit dem damaligen Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Walther v. Brauchitsch (1881–1948),[6] zusammen. Der Diktator übernachtet jedoch nicht im Germania, sondern nächtigt bei Eggenstein in einem Sonderzug.[7]

Fund der Grundsteinkassette

Bei Bauarbeiten im Zuge der Kombilösung wurde am 10. Oktober 2011 die Grundsteinkassette des Hotels in der Karl-Friedrich-Straße, Ecke Kriegsstraße gefunden. Es war ein aus einer Bleilegierung gefasster Quader, der im unteren Bereich beschädigt war, wodurch Wasser eindringen konnte. Um den Inhalt zu sichern, wurde er von der Restaurierungswerkstatt der Archäologischen Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe vorsichtig geöffnet und die enthaltenen Dokumente langsam getrocknet. Es handelt sich dabei um fünf Baupläne des Hotels (Kellergeschoss, Erdgeschoss, 1. Etage und wahrscheinlich die 2. Etage), eine Mappe mit Siegel und Kordel sowie eine Zeitung vom 1. März 1873. Da die Zeitung, der Siegel und die beiden Pläne direkt darüber besonders feucht waren, sind hier weitere Maßnahmen zur Konservierung nötig.

Ehemalige Lage

Die ehemalige Lage des Hotels im Online-Stadtplan der Stadt Karlsruhe: mit der Kartenauswahl 1876.

Weblinks

Fußnoten

  1. Stadtchronik Karlsruhe: Die Jahre 1870 bis 1879 auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Karlsruhe
  2. Seite 11; eine Abbildung befindet sich weiter hinten auch darin (nach Seite 50, vgl. im Verzeichnis der Abbildungen, Nr. 12).
  3. zur Person siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Engelbert Humperdinck“ (1854–1921)
  4. Ulrich Hartmann: „Pultstar und Zauberer in Wagners Wunderreich. Heute vor 150 Jahren wurde der erste Karlsruher Generalmusikdirektor Felix Mottl in Unter St. Veit geboren“, in: Badische Neueste Nachrichten vom 24. August 2006
  5. Leonhard Müller: „Der letzte Palatin. Zum Tod des Großherzogs Friedrich I. von Baden 1907“, in: Blick in die Geschichte Nr. 75 vom 16. Juni 2007
  6. zur Person siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Walther von Brauchitsch“
  7. www.NS-in-KA.de/stadtrundgang/chronik/index.php

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Baustil: Historismus, aber was?: Neobarock oder Neorenaissance?; Wann abgerissen (Jahr)?
Literatur / Presse (zur Eröffnung u.ä.), Eigentümer? Hoteldirektor? weitere prominente Gäste?

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