Alb

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Die Alb in der Günther-Klotz-Anlage

Die Alb ist ein Fluss, der bei Bad Herrenalb entspringt und in den Rhein fließt.

Verlauf

Alb im Albtal

Die Alb entspringt im Nordschwarzwald im Landkreis Calw unterhalb der Teufelsmühle südlich von Bad Herrenalb auf ca. 760 m Höhe. Das Quellgebiet kann über den Albtalweg erwandert werden, der im Süden von Bad Herrenalb beginnt. Ein Teil des Weges bis zur Plotzsägemühle ist als Quellenerlebnispfad[1] angelegt. Der Pfad erläutert einige Aspekte rund um die Entstehung von Quellen, Geologie und historische Verwendungen der Alb.

Zwischen Frauenalb und Ettlingen bildet das Albtal die westliche Grenze des Alb-Pfinz-Plateaus.

Alb in der Rheinebene

Nach dem Albtal durchfließt sie Ettlingen und erreicht dann Karlsruhe. Hier fließt sie, weitgehend renaturiert oder naturähnlich, an Rüppurr vorbei. Hier teilt sie sich in zwei Arme nach dem Friedhof Rüppurr beim Scheibenhardter Weg. Der Hauptarm fließt parallel zur Rastatter Straße und bildet die Grenze von Rüppurr zu Weiherfeld. Der Nebenarm mit Namen Reiherbach führt über Weiherfeld zurück nach Dammerstock und bildet dadurch eine Insel, auf der sich auch das Rüppurrer Bad befindet. Danach unterquert sie nach der Gartenanlage Eschwinkel die Südtangente und die Bahnstrecken und erreicht Beiertheim beim Stephanienbad. Durch ein kleines Wehr fließt sie weiter durch die Günther-Klotz-Anlage, unterquert an der Vogesenbrücke erneut die B 10, umfließt in einer Schleife die Albsiedlung in Grünwinkel. Hier gibt es Straßen, die sich dem Flusslauf anpassen, so der Albring. Hier befindet sich eine große Grünanlage rechts und links des Flusses. Der Fluss bildet hier erneut eine Insel, die eine Zufahrt zur Albkapelle und zu einem Festplatz und Spielplätzen hat. Danach befindet sich eine Überquerung der Alb über die Theodor-Kunz-Brücke. Danach erreicht die Alb das Hafengebiet. Kanalisiert fließt sie weiter an Knielingen vorbei und zwischen den Anlagenteilen der Raffinerie durch. Danach nimmt sie den Abfluss des Klärwerks Karlsruhe auf. Beim Ölhafen wird durch ein Entlastungssiel (Albschleuse) ein Teil des Wassers in den Rhein geleitet, der Rest mündet bei Eggenstein-Leopoldshafen auf knapp 100 m Höhe in den Rhein zusammen mit dem Pfinz-Entlastungskanal.

Als größere Nebenflüsse münden zu: Maisenbach bei Marxzell und Moosalb bei Fischweier.

In Beiertheim-Bulach münden der Petergraben und der (Malscher) Landgraben in die Alb.

Wasserqualität

Durch verschiedene Renaturierungsmaßnahmen im Ober- und Unterlauf seit den 1990-er Jahren hat sich die Wasserqualität erhöht. Reiher fangen mitten in Ettlingen wieder Fische und die seltene Wasseramsel hat sich angesiedelt.

Mühlen

Es gab viele Mühlen entlang der Alb, heute sind es noch zwei, eine davon steht in Neurod (sie wird von Architekten bewohnt).

Paddeln auf der Alb

Immer mehr Vereine und Unternehmen führen auf der Alb Paddelfahrten mit Kanus und Kanadier durch. Auch privat wird hier gepaddelt. Hierzu wurde beim Freibad Rüppurr ein Paddeleinstieg angelegt, so dass dort die Boote gefahrlos über eine Treppe zu Wasser gelassen und bestiegen werden können. Ganze Schulklassen und Touristen nehmen die Möglichkeit regelmäßig war. Von hier aus ist eine Fahrtmöglichkeit jedoch bei höherem Wasserstand flussabwärts nicht möglich, da eine Fahrt unter der Brücke nach Dammerstock nicht möglich ist, ebenso ist in dem dortigen Verlauf ein Umsetzen nicht möglich. Ansonsten ist das Paddeln bis zur Albmündung möglich.

Bilder

Informationstafeln

Entlang der Alb gibt es (z.B. in den Stadtteilen Grünwinkel und Daxlanden) verschiedene Informationstafeln.

Geschichte

Zwischen 1826 im 1906 wurde mit dem Wasser der Alb die Militärschwimmschule betrieben.

1878 wurde westlich der Alb im Winter eine Eiswiese eingerichtet und Grünwinkel stieg ins Eisgeschäft ein. Die Straße Auf den Eiswiesen ist nach dieser Begebenheit benannt.

Siehe auch

Literatur

  • Stephan Kirchenbauer und Rudolf Warda: „Die Alb – ein Fluß im Wechselspiel zwischen Mensch und Natur“, Karlsruhe 1998 (Badenia-Verlag) ISBN 3-7617-0350-3

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellenerlebnispfad auf der Homepage von Bad Herrenalb