St. Kornelius und Cyprian Kirrlach

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Südseite zur Sankt-Leoner-Straße.

Die Pfarrkirche „St. Kornelius und Cyprian” liegt an der Sankt-Leoner-Straße im Ortskern von Kirrlach.

Die Pfarrei gehört zur katholischen Seelsorgeeinheit Waghäusel-Hambrücken.

Name

Die Kirche wurde nach den Heiligen St. Kornelius († 253) und St. Cyprian (um 200–258) benannt.

Kornelius (Cornelius) war in seinen letzten Lebensjahren Bischof von Rom. Cyprian (von Karthago) war Bischof von Karthago, hat aber einige Jahre gemeinsam mit Kornelius gearbeitet.

Geschichte

In einer Urkunde wird 1234 erstmals ein Ort Kirloch (Kirche im Wald) erwähnt. Zu der Zeit hat es bereits eine Kirche im Ort gegeben. Diese, wahrscheinlich aus Holz gebaute, Kirche wurde 1504 durch ein im gotischen Stil errichtetem Gebäude ersetzt. Die Ausrichtung der Kirche erfolgte in Ost-West Richtung.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde bereits eine Erweiterung der Kirche geplant. Durch die Säkularisation und anderen Streitereien verzögerte sich der Bau aber immer wieder. Erst 1832 begann dann der Bau der heutigen Kirche. Von der alten Kirche wurde nur noch der Glockenturm in den Bau miteinbezogen. Die Ausrichtung des Gebäudes erfolgte in Nord-Süd Richtung. Die feierliche Einweihung erfolgte am 25. Oktober 1835.

1867 wurde der Glockenturm erhöht und 1872 neue Glocken eingebaut.

Eine Erweiterung der Kirche und der Anbau einer Kapelle für den Flanderischen Schnitzaltar wurde 1904 durchgeführt.

1963/64 erfolgte eine weitere Renovierung des Inneraumes der Kirche.

Flandrischer Schnitzaltar

Der Altar ist ein Kleinod flandrischer Schnitzarbeit aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er stand bis 1802 in der Klosterkirche der Augustiner in Wiesloch.

Nach der Säkularisierung wurde der Altar bei einer Versteigerung am 5. Mai 1803 für 10 Gulden von einem Kirrlacher Gastwirt erworben, der ihn in seinem Haushalt aufstellte. 1846 kam der Altar dann als Leihgabe in die Kirrlacher Kirche. Nach einer Restaurierung wurde der Altar dann 1872 in der Klosterkapelle vom Heiligen Grab in Bruchsal als Leihgabe aufgestellt. Nach der Schließung der Kapelle kam der Altar 1878 nach Kirrlach zurück. Er wurde aber wegen Platzmangel nicht sofort wieder aufgestellt. Jahre später ging er in den Besitz des Kirrlacher Kirchenfonds über.

Bei der Kirchenerweiterung 1904 wurde an der Südwestecke der Kirche eine Kapelle angebaut, in der der Altar einen würdevollen Platz fand.

Pfarrei

Katholische Pfarrgemeinde St. Kornelius und Cyprian Kirrlach
Pfarrbüro
Unterdorfstraße 20
68753 Waghäusel
Telefon: (0 72 54) 16 06
Telefax: (0 72 54) 76 14 1
E-Mail: Kath.Pfarramt.Kirrlach(at)t-online.de

Dieser Ort im Stadtplan:

Literatur

  • Seite 378 - 382 und Seite 601 - 605 in Barbara Guttmann: „Stadt Waghäusel. Die Geschichte von Kirrlach, Wiesental und Waghäusel“. Verlag Braun, 1994. ISBN: 3-7650-8130-2

Weblinks