Sexxxcast.TV

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Mit Sexxxcast.TV sendete erstmals ein Unternehmen jede Nacht zwischen 23 und 6 Uhr morgens Pornofilme über die vertikale Austastlücke [1] des Fernsehsenders Eurosport, über die normalerweise der Videotext übertragen wird, in deutsche Haushalte. Die Rechte an der Übertragungstechnik mit der Austastlücke liegen bei der Hypermedia GmbH [2]. Am 25.04.2003 startete die Sexxxcast GmbH ihr Angebot. Sexxxcast bezeichnete sich selber als „Deutschlands erster Hardcore-Sender im Kabelnetz.“ [3] Da die Firma RapidSolution Software AG, Karlsruhe bereits Erfahrung mit der Programmierung von Austastlücken-Software hatte, wurde sie mit der Entwicklung des Players beauftragt, mit der man das Programm empfangen konnte. Damit wurde genau dieselbe Technik wie bei R@dio.mp3 oder Megaradio.mp3 genutzt, die auch von der RapidSolution Software AG entwickelt wurde.

Zum Sexxxcast-Empfang benötigten die Abonnenten eine analoge TV-Karte für den Computer. Nach einer kostenlosen einwöchigen Testphase gab es für angemeldete Kunden täglich vier 15-minütige Hardcore-Filme. Das Abo kostete 9,99 Euro pro Monat bzw. 1,99 Euro für 24 Stunden. Die Software speicherte die mit Digital Rights Managent geschützten Filme dann auf die Festplatten der Kunden. Auch im Karlsruher Kabelnetz konnte der Sender empfangen werden.

Nur vier Wochen nach dem Start musste Sexxxcast den Dienst einstellen, da dem ZDF bekannt wurde, dass Eurosport, das damals noch Teil des ZDF-Digitalbouquets war, unangemeldet die Sexfilme von Sexxxcast.TV verbreitet hatte. Daraufhin ließ das ZDF die entsprechende Frequenz im Videotext stören, da die von Eurosport gelieferten Sendesignale rundfunkrechtlich unbedenklich sein mussten [4]. Nach dem Ende der vereinbarten Probezeit stellte Eurosport daraufhin die Weiterverbreitung von Sexxxcast.TV ein [5]. Wiederbelebungsversuche seitens des Diensteanbieters scheiterten.

Fußnoten