Niko Fostiropoulos

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild von Stadtrat Niko Fostiropoulos

Niko Fostiropoulos (* 1958) ist ein Karlsruher Kommunalpolitiker. Er ist Mitglied der Partei Die Linke sowie aktiver Geschäftsführer und Gründer des Bildungsunternehmens alfatraining. Politisch und unternehmerisch steht Niko Fostiropoulos für barrierefreie Bildung in Europa.[1]

Leben

Niko Fostiropoulos wurde 1958 in Griechenland geboren. Er ist verheiratet und hat ein Kind (Stand: August 2013).

Er wird von Freunden „Fosti“ genannt. Niko Fostiropoulos wohnt in Karlsruhe und ist sowohl beruflich als auch gesellschaftlich in der Stadt Karlsruhe aktiv.

Ausbildung und Beruf

Nach seinem Abitur in Mannheim hat Niko Fostiropoulos an der Universität Karlsruhe Architektur studiert. Nach einigen Jahren der praktischen Arbeit als Architekt hat sich Niko Fostiropoulos der beruflichen Weiterbildung zugewandt und war zunächst 10 Jahre bei einem Bildungsunternehmen als freiberuflicher Dozent und später als angestellter Schulungsleiter aktiv. Im Jahr 2005 hat sich Fostiropoulos mit dem Unternehmen alfatraining Bildungszentrum e.K. selbstständig gemacht und ist inzwischen Geschäftsführer von 26 europaweiten Bildungseinrichtungen.[2] Der Erfolg des Unternehmens basiert auf seiner Zunkunftsorientierung: Die Entwicklung eines interakiven Live-Lernsystems und die Spezialisierung auf eines hochkarätiges Weiterbildungsangebot[3] machten es für Fostiropoulos möglich, sich vom traditionellen Weiterbildungsmarkt abzuheben. Niko Fostiropoulos arbeitet mit Wirtschaftsunternehmen wie SAP, Microsoft oder Siemens zusammen, um Qualifizierungsprogramme anbieten zu können, die sich am aktuellen Bedarf von Industrie und Wirtschaft orientieren.[4] Hauptsitz von alfatraining ist Karlsruhe. Über die Unternehmenszentrale in der Kriegsstraße am Ettlinger Tor werden alle Bildungseinrichtungen geleitet.

Politischer Werdegang

Niko Fostiropoulos ist seit seiner Studienzeit in der Karlsruher Politik aktiv. Heute ist er für die Partei Die Linke Mitglied im Karlsruher Stadtrat. Fostiropoulos setzt sich mit seiner Politik für eine Zivilgesellschaft ein, die das Ziel hat, alle Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen. Wichtige Aspekte sind ihm hierbei das Recht auf Bildung[5] sowie Einkommensstandards, die ein würdevolles Leben ermöglichen. Für die Stadt Karlsruhe engagiert sich Niko Fostiropoulos vor allem für bezahlbaren Wohnraum, kostenlose Kitas sowie flächendeckende Ganztagsschulen.[6] Des Weiteren setzt er sich für ein hochwertiges Gesundheitswesen und mehr politische Mitbestimmung ein.[7]

Während seines Architekturstudiums war Fostiropoulos an der Universität Karlsruhe politisch aktiv. Er trat dem Bundesvorstand des Marxistischen Studentenbund Spartakus (MSB) bei und setzte sich für ein gebührenfreies Studium sowie das "Bafög als Stipendium" ein. Er engagierte sich in der Friedensbewegung gegen Atomwaffen, setzte sich für die Abschaffung der Apartheit in Südafrika sowie die Freilassung von Nelson Mandela ein. Während seines Studiums trat er der DKP bei. Dort hatte er keinerlei Funktionen. Er gehörte der Gruppe der Reformer und Erneuerer an. 1989 verließ er die Partei, weil sie, seiner Meinung nach, nicht in der Lage war, Fehler zu erkennen und Reformen einzuleiten.

Im Jahr 1990 wurde er Mitglied der PDS. Von 1994 bis 1997 war er einer der Landessprecher der Partei in Baden-Württemberg. Im Jahr 2000 lief gegen ihn ein Parteiausschlussverfahren, das er jedoch überstand[8]. Niko Fostiropoulos gilt als ein Freund Gregor Gysis, den er schon früh in der PDS kennengelernt hatte und den er mehrfach zu Veranstaltungen nach Karlsruhe eingeladen hat.

Seit 2007 ist er Mitglied der Partei Die Linke.

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl Karlsruhe 1999 wurde er erstmals zum Stadtrat gewählt.

Bei der Gemeinderatswahl Karlsruhe 2004 bekam die PDS einen Stimmenanteil von 2,6%, und Niko Fostiropoulos damit wiedergewählt. Fostiropoulos hat sich hier insbesongere für "kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni"[9] sowie gegen die U-Strab und die Neue Messe in Karlsruhe engagiert. Wahlkampfsziel war es, den Bau von Prestigeobjekten zu verhindern, um mehr Geld für Bildung nutzen zu können.

Bei der Gemeinderatswahl Karlsruhe 2009 erreicht die Partei Die Linke zwei Mandate, damit ist er weiter im Gemeinderat.

Weitere Kandidaturen

Bei der Landtagswahl 2004 war er Kandidat im Wahlkreis Karlsruhe-Ost, bei der Bundestagswahl 2005 Direktkandidat im Wahlkreis Karlsruhe-Land. Hier erlang seine Partei keine Mandate.

Oberbürgermeisterwahl 2012

Zur Wahl zum Oberbürgermeister von Karlsruhe am 2. Dezember 2012 wurde er am 15. September 2012 von der Partei Die Linke als ihr Kandidat nominiert. Nach einem debattenreichen Wahlkampf erhielt Niko Fostiropoulos 2.164 (2,36%) der abgegebenen gültigen Stimmen.

Adresse

DIE LINKE. im Stadtrat
Haus der Fraktionen
Hebelstraße 13
76133 Karlsruhe
Telefon: (07 21) 9 85 07 13
E-Mail: stadtrat(at)dielinke-karlsruhe.de

Weblinks


Fußnoten

  1. http://linke-bw.de/ob-ka/2012/11/26/bnn-fur-niko-ist-bildung-das-a-und-o/
  2. http://www.alfatraining.de/kontakt/
  3. http://www.alfatraining.de/gefoerderte-weiterbildung/
  4. http://www.alfatraining.de/ueber-uns/unternehmen/
  5. http://s162776840.online.de/dielinke15/index.php?option=com_content&view=article&id=1818:fuer-bildung-und-integration-gegen-auschluss-als-folge-geringen-einkommens&catid=46:positionen&Itemid=45
  6. http://www.baden-tv.com/artikel/Kurz_vor_der_Wahl_Niko_Fostiropoulos_im_Studi
  7. http://linke-bw.de/ob-ka/programm-ideen/
  8. http://archiv2007.sozialisten.de/partei/strukturen/bundesschiedskommission/beschluesse/view_html/zid1603
  9. http://linke-bw.de/ob-ka/2012/11/30/ich-bleib-dabei-von-der-kita-bis-zur-uni-gebuhrenfrei/