Lotte Müller
Lotte Müller (* 21. April 1935 in Karlsruhe; † 4. Februar 2026 in Bruchsal), geboren als Lotte Hilda Süß, war jahrzehntelange Vorstandsvorsitzende des DRK-Ortsvereins-Staffort sowie ab 1968 Kreisbereitschaftsleiterin und ab 2002 Ehrenbereitschaftsleiterin des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg.[1]
Leben und Wirken
Lotte Süß wuchs in Staffort auf. Ihre Jugend war durch den frühen Tod ihres Vaters, die Not des Zweiten Weltkriegs und den Mangel der Nachkriegsjahre geprägt. Sie überlebte die Bombardierung von Staffort 1945, bei der das Elternhaus vernichtet wurde, im Schutzbunker der Nachbarschaft. Nach Volksschule in Staffort besuchte sie die Frauenfachschule in Karlsruhe und schloss die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau erfolgreich ab. Zunächst war Lotte Angestellte, bis sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Malermeister Heinrich Müller, ein Malergeschäft eröffnete und dabei die Verwaltung und Buchhaltung übernahm. Daneben betrieb Lotte Müller die Postfiliale in Stutensee-Staffort.
Im Alter von 17 Jahren wurde Lotte Süß Gründungsmitglied des DRK-Ortsgruppe Staffort und übernahm bald Vorstandsämter im Bereitschaftsdienst der Ortsgruppe. Auch ihr Mann, Malermeister Heinrich Müller (1941–2017), sowie die Söhne Rüdiger und Martin waren bzw. sind als ehrenamtliche Mitarbeiter im DRK-Stutensee-Staffort aktiv. Die gesamte Familie war bei zahlreichen DRK-Hilfslieferungen in Krisengebiete unter anderem nach Mazedonien sowie in der Ausbildung von Hilfskräften engagiert.
Frau Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, sowie Heribert Rech Präsident des DRK-Kreisverbandes würdigten die Leistungen von Lotte Müller in den BNN.[2] Insbesondere Heribert Rech würdigte bei der Beerdigung am 14. Februar 2026 auf dem Friedhof Staffort das 73jährige Engagement von Lotte Müller bis in den Bundesverband des DRK.
Fußnoten
- ↑ DRK Nachruf auf Lotte Müller Stutensee-Staffort
- ↑ „Badische Neueste Nachrichten“ (BNN) vom Donnerstag 12. Februar 2026, Ausgabe Hardt Nr. 35, Seite 25